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Fahndung nach Anschlägen auf Grazer Synagoge

Alexander Surowiec
Alexander Surowiec - Chefredakteur & Herausgeber 3 Min Read
LPD Steiermark - Fahndungsfotos

Nach drei Attacken in nur einer Woche auf die Grazer Synagoge und deren Präsidenten hielt Samstagnacht eine Gruppe von Grazern eine symbolische Nachtwache.

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Fahndungsfotos wurden veröffentlicht

Die Polizei veröffentlichte heute drei Fahndungsfotos, eine Ermittlungsgruppe wurde formiert.

LPD Steiermark - Fahndungsfotos
LPD Steiermark – Fahndungsfotos

In der Nacht auf Donnerstag hatten Unbekannte die Außenmauer der Synagoge in Graz mit propalästinensischen Parolen beschmiert. In der Nacht auf Samstag warf ein unbekannter Täter mehrere Betonstücke gegen die Fenster an der Nordseite. Eine Scheibe ging dabei zu Bruch, mehrere Fenster wurden beschädigt. Am Samstagnachmittag ging dann noch ein Mann auf den Präsidenten der Gemeinde los, als dieser ihn mit Steinen am Gelände erwischte.

“Es war Shabbat, ein Tag der Ruhe, der Gebete und der Freude, als Elie Rosen vor der Synagoge Graz attackiert wurde. Dem gingen zwei Sachbeschädigungen der Synagoge in den Tagen zuvor voraus”, fasst Oskar Deutsch, Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, die Geschehnisse der vergangenen Tage in Graz zusammen.

Antisemitische Angriffserie schafft Schulterschluss

Die Angriffserie lässt Österreich zusammenrücken. Beispielsweise verurteilt den Angriff auf den Präsidenten der Jüdische Gemeinde Graz, Elie Rosen, auf das Schärfste auch die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG). “Unsere Mitgefühl und Gedanken sind bei Elie Rosen und der jüdischen Gemeinde in Graz”, so Melissa Günes, TKG Generalsekretärin, in einer Aussendung.

Aber auch die Bundesregierung hat sich bereits zu Wort gemeldet. „Jüdisches Leben ist ein selbstverständlicher Teil Österreichs, den es mit allen Mitteln zu schützen und zu fördern gilt. Es liegt in unser aller Verantwortung einerseits den Schutz unserer jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger sicherzustellen, anderseits aber auch aktiv mitzuhelfen, jüdisches Leben und Kultur in unserer Gesellschaft auszubauen“, so Bundesministerin Karoline Edtstadler (ÖVP) abschließend.

Fahndung: Achwa soll den Fall klären

Die Ermittlungsgruppe Achwa, der hebräische Namen für Brüderlichkeit, wurde eingerichtet.

Die Staatsanwaltschaft Graz hat nun die Veröffentlichung der Bilder der Überwachungskamera angeordnet. Der Mann war aufgenommen worden, als er am Mittwoch die Außenwand der Synagoge beschmiert hat. In der Nacht auf Samstag hat er Betonteile gegen die Fenster des Gebäudes geworfen.

Laut Beschreibung des LPD Steiermark handelt es sich um einen 20 bis 35 Jahre alten Mann. Er ist etwa 1,70 Meter groß, schlank mit schwarzem Vollbart. Er trug eine weiße Baseballkappe, Jeans und einen dunklen Rucksack. Er war mit einem roten Mountainbike unterwegs. Das Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung bittet um Hinweise zur Identität der abgebildeten Person an den Journaldienst, die Telefonnummer lautet 059133-60-8333.

Quellen

Edtstadler/Deutsch/Schnurbein: „Wir müssen jüdisches Leben in ganz Europa schützen und fördern!“
TKG verurteilt den Angriff auf den Präsidenten der Jüdische Gemeinde Graz auf das Schärfste!

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