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Gewesslers Spenden-Buddy verhaftet

Gewessler überreichte Haluschtschenko Zusage für fünf Millionen Euro Unterstützung.

Lenore Gewessler und Herman Haluschtschenko - Energieministerium der Ukraine - mev.gov.ua - Runway FoB AI
Lenore Gewessler und Herman Haluschtschenko - Energieministerium der Ukraine - mev.gov.ua - Runway FoB AI
Redaktion
Redaktion
15. Februar 2026
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3 Min Read

In drei Sätzen: Der ehemalige ukrainische Energieminister Herman Haluschtschenko wurde als mutmaßlicher Kopf einer kriminellen Organisation bei der Flucht nach Polen festgenommen. Die jetzige Grünen-Chefin Leonore Gewessler übergab dem Tatverdächtigen eine Absichtserklärung zur Vertiefung ihrer Energiepartnerschaft in der Höhe von 5 Millionen Euro.

Der Auslöser: Am 15. Februar 2026 klickten am Grenzübergang Jahodyn die Handschellen, als der ehemalige ukrainische Minister Haluschtschenko versuchte, sich dem Zugriff der Justiz zu entziehen. Trotz einer Ausreisesperre und schwerster Vorwürfe im Fall „Midas“ glaubte der Ex-Minister offenbar, die Grenze ungehindert passieren zu können.

Wer sagt was: Das Nationale Antikorruptionsbüro (NABU) meldet trocken: „Heute wurde der ehemalige Energieminister im Rahmen des Midas-Falls festgenommen“.

Das Sittenbild: Haluschtschenko, der trotz seiner zweifelhaften Vergangenheit als Energoatom-Vizedirektor bis zum Justizminister aufsteigen konnte, verkörpert das strukturelle Versagen der ukrainischen Elite. Dass er nun ausgerechnet als Vater von drei Kindern in die Schweiz flüchten wollte, während gegen ihn wegen Bildung einer kriminellen Organisation ermittelt wird, rundet das Bild ab.

Zwischen den Zeilen:

  • Die Festnahme erfolgte aber aufgrund einer möglichen Fluchtgefahr.
  • Haluschtschenko wurde im Zug von Kiew nach Warschau angehalten, nachdem Grenzschützer einen Alarm im Fahndungssystem erhielten.
  • Der mutmaßliche Drahtzieher des Netzwerks, Tymur Mindich, entzog sich bereits im Vorfeld durch Flucht den Durchsuchungen.

Follow the money:

  • Die 5 Mio. Euro (Freigabe durch Ministerrat Ende Mai 2024) waren eine staatliche Hilfszahlung an den multilateralen Ukraine Energy Support Fund der Energy Community (Sitz in Wien). Das Geld floss nicht direkt an Herman Haluschtschenko oder ukrainische Ministerien/Personen, sondern wurde über den transparenten Fondsmechanismus für Energieinfrastruktur-Reparaturen in der Ukraine verwendet.
  • Im Zentrum der Ermittlungen steht ein Volumen von rund 100 Millionen US-Dollar (ca. 93 Millionen Euro), das über ein Kiewer „Waschzentrum“ geschleust wurde. Besonders brisant: Ex-Energieministerin Leonore Gewessler (Grüne) übergab Haluschtschenko persönlich eine Förderzusage über 5 Millionen Euro aus österreichischen Steuergeldern für den „Ukraine Energy Support Fund“.

Die andere Sicht: Haluschtschenko bezeichnete die Vorwürfe und angebliche Verbindungen zu pro-russischen Akteuren in der Vergangenheit als „absolut gefälscht“ und betonte seine Kooperationsbereitschaft mit den Behörden.

Warum das wichtig ist: Es ist ein finanzpolitisches Debakel, dass österreichisches Steuergeld unter dem Deckmantel der „Energiepartnerschaft“ in einem Sumpf zu versickern droht, während die Verantwortlichen in Kiew mit schwersten Korruptionsvorwürfen kämpfen. Hier wird Moral gepredigt, aber faktisch die Korruption mit harten Euros gefüttert. Es ist eine unfassbare Verschwendung, wenn mühsam erarbeitete Steuermittel aus Österreich ungefiltert in dunkle Kanäle fließen, nur weil man bei der Förderpolitik beide Augen zudrückt.

Quellen:

  • Kyiv Post
  • Kyiv Independent
  • Statement.at
  • kmu.gov.ua
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