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Innenministerium: Gewaltschutz greift nicht wie erwartet

Alexander Surowiec
Alexander Surowiec - Chefredakteur & Herausgeber 2 Min Read
Gerhard Karner - Sepa Media - Martin Juen

Eine nüchterne Aussendung des Innenministeriums beschreibt den Status quo beim Gewaltschutz in Österreich. Trotz massiver Bemühungen der österreichischen Regierung im Gewaltschutz bleiben die erhofften Erfolge aus. Die Zahl der Bediensteten bei der Prävention wurden gesteigert. Doch selbst das obligatorische Waffenverbot nach einem Betretungs- und Annäherungsverbot lässt Fragen der Effektivität zu. Immerhin wurden bis 1. November 2023 bundesweit rund 12.700 dieser Verbote verhängt. Ein Tropfen am heißen Stein.

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Hilfseinrichtungen werden kaum genützt

Das Frauenministerium hat zwar das Budget für Frauen- und Mädchenberatungsstellen erhöht und die Gewaltschutzzentren ausfinanziert, jedoch bleibt die geringe Inanspruchnahme dieser Einrichtungen durch betroffene Frauen ein alarmierendes Zeichen. Frauenministerin Susanne Raab hebt hervor, dass viele Frauen, die Gewalt erfahren, sich nicht an Hilfseinrichtungen wenden. Dies spiegelt ein gravierendes Problem der Stigmatisierung und Scham wider, das in der Gesellschaft tief verankert ist.

Prävention greift nicht

Das Justizministerium hat zwar wichtige Schritte unternommen, um Gewalt gegen Frauen zu bekämpfen. Gewaltambulanzen wurden eingeführt. Die psychosoziale und juristische Prozessbegleitung wurde verbessert, aber die anhaltend hohe Zahl an Fällen von häuslicher Gewalt und Femiziden zeigt, dass diese Maßnahmen nicht ausreichen. Die geplante flächendeckende Einführung von Gewaltambulanzen, die von Justizministerin Alma Zadić angekündigt wurde, könnte zwar die Verurteilungsquote erhöhen, jedoch bleibt die grundlegende Herausforderung, das Bewusstsein zu schärfen und effektivere Präventionsmaßnahmen zu implementieren.

Gewalt gegen Frauen nimmt nicht ab

Aber auch wenn die Regierung viel macht, gibt es immer noch viele Probleme. Viele Menschen, die Gewalt erleben, trauen sich nicht, Hilfe zu suchen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die von der österreichischen Regierung ergriffenen Maßnahmen im Gewaltschutz zwar Fortschritte aufweisen, aber noch immer beträchtliche Lücken in der effektiven Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen bestehen.

Fazit

Und obwohl es neue Gesetze und Angebote gibt, passiert immer noch viel Gewalt, besonders gegen Frauen. Die Regierung muss also noch mehr tun, um das zu ändern. Sie müssen den Menschen zeigen, dass es okay ist, Hilfe zu suchen, und sie müssen bessere Wege finden, um Gewalt zu stoppen.

Quellen

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