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Russland wählt am 17. März

Alexander Surowiec
Alexander Surowiec - Chefredakteur & Herausgeber 2 Min Read
Wladimir Putin - Sepa Media -PHC Images - Daniel Chesterton

Putin könnte Geschichte schreiben

Am 17. März wählt Russland einen neuen Präsidenten. Die Wahlen stehen im Schatten der erwarteten Bestätigung von Wladimir Putin und des Widerstands um den inhaftierten Oppositionellen Alexej Nawalny. Mit der Wahl könnte Putin Geschichte schreiben oder eine politische Wende erleben.

Wahltermin am 17. März

Der Föderationsrat, das Oberhaus des russischen Parlaments, hat den 17. März als Wahltermin festgelegt. Diese Formalität bereitet den Weg für eine wahrscheinliche Kandidatur Putins, der bisher keine ernsthaften Rivalen hat. Putin, mit 71 Jahren an der Macht, könnte bei einem Sieg Josef Stalin in der Amtsdauer überholen und der längstdienende russische Staatsführer seit Zarin Katharina der Großen werden.

Opposition startet Kampagne: "Russland ohne Putin"

Doch es regt sich Widerstand. Alexej Nawalny, Russlands bekanntester Oppositionspolitiker, der mehr als 30 Jahre Haft verbüßt, startet eine Kampagne gegen Putin. “Russland ohne Putin” lautet der Slogan. Nawalnys Team ruft die Bürger auf, gegen Putin zu stimmen. “Für Putin sind die Wahlen 2024 ein Referendum über sein Vorgehen, über den Krieg”, sagt das Team. Es betont, die Mehrheit der Russen wolle Putin nicht mehr an der Macht sehen.

Die Wahlen in Russland sind umstritten. Nawalnys Team bezeichnet sie als “Parodie” und sieht in ihnen eine Chance, Zweifel an der Macht Putins zu säen. Mit einer Internetseite und einer viralen Werbekampagne will das Team auch andere Gegner Putins mobilisieren.

Moment der Entscheidung

Die Wahl 2024 wird nicht nur als politisches Ereignis, sondern auch als Moment der Entscheidung für die Zukunft Russlands angesehen. Während Putin seine Macht zu festigen sucht, sieht Nawalny und sein Team in der Wahl eine Möglichkeit, das politische Klima in Russland zu verändern. Die Abstimmung wird zeigen, ob Putin seine historische Rolle weiter ausbaut oder ob eine neue Ära der russischen Politik beginnt.

Josef Stalin oder Wladimir Putin?

Wenn Putin eine weitere sechsjährige Amtszeit im Kreml beendet, wird er Josef Stalin überholen, der die Sowjetunion von 1924 bis 1953 führte. Und Putin wird dann der am längsten amtierende Staatschef Russlands sein seit Zarin Katharina der Großen im 18. Jahrhundert.

Quellen

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