Russlands globale Lügenfabrik

Russlands Geheimdienst SWR steuert weltweit Desinformation und orchestriert Staatsstreiche.

Wladimir Putin - Sepa Media - Martin Juen - Runway FoB AI
Redaktion

In drei Sätzen: Ein Leak von 1431 Seiten interner Dokumente zeigt, wie Moskau seit 2023 mit Millionenbudgets gezielt Desinformation, politische Destabilisierung und Regime-Umsturz-Szenarien in über 30 Ländern fährt. Das Ziel ist vor allem Frankreich und USA aus Afrika zu drängen, eine pro-russische Achse aufbauen und Anti-Ukraine-Narrative weltweit verbreiten. Das Ganze läuft unter dem Namen „Company“ – eine professionelle Einfluss- und Lügenmaschine mit monatlich bis zu 750.000 Dollar Betriebskosten allein für die politische und mediale Komponente.

Geheimdienst dirigiert Lügen

Das Sittenbild: Das Netzwerk „The Company“ agiert unter der direkten Aufsicht des russischen Auslandsgeheimdienstes SWR als globale Schaltstelle für Desinformation und staatlich orchestrierte Destabilisierung. Durch die systematische Infiltration von Meinungsmachern in über 30 Ländern werden nationale Souveränitäten untergraben, um eine anti-westliche Allianz unter Moskaus Führung zu zementieren.

Auslöser Ein Datenleak von 1.431 internen Seiten legt die Mechanismen der russischen Einflussstrategie für 2023 und 2024 offen. Die Dokumente entlarven die Transformation des ehemaligen Prigozhin-Netzwerks in ein hocheffizientes Werkzeug des russischen Geheimdienstes.

Schaltstelle: Seit Ende 2023 fungiert der russische Auslandsgeheimdienst SWR nicht mehr nur als Unterstützer, sondern steuert die Operationen. Der russische Staat dirigiert nun selbst die Platzierung von Agenten in UN-Missionen wie der MINUSCA und koordiniert die Ausarbeitung von Umsturzszenarien.

Was es kostet

Beobachtung: Monatlich über 300.000 US-Dollar alleine nur für die Platzierung von Artikeln, Videos und Social-Media-Beiträgen.

Übersetzung: Das Geld alleine reicht, um in vielen afrikanischen Ländern 50–80 durchschnittliche Jahresgehälter von Journalisten zu bezahlen.

Analyse: Das Geld geht an lokale Schreiberlinge (50 $ pro Artikel in Zentralafrika, bis 10.000 $ für einen Libyen-Text), gekaufte Medienhäuser und Agenten vor Ort. Ein Geschäftsmodell: Korruption der öffentlichen Meinung zum Stückpreis.

Techniken der Verschleierung

Versteck: Interne Codenamen („Magadan“ für Westafrika, „RCA Media“ für Zentralafrika), getrennte Projektbudgets und Bargeldflüsse sind dokumentiert.

Mechanik: Ausgaben werden als „politische Wissenschaft“, „Medienbegleitung“ oder „Informationskampagnen“ etikettiert. Erfolge werden übertrieben, vor allem aber Misserfolge totgeschwiegen.

Bilanz der Wirkung

Erfolgsmeldung: Die „Company“ reklamiert für sich: Die Entstehung der Sahel-Allianz (AES), den Rauswurf westlicher Truppen, den Lizenzentzug der französischen Uranfirma Orano in Niger, ein neues Minengesetze in Mali zugunsten einer russischen Firmen und eine Millionen-Reichweite im Zuge einer Anti-Ukraine-Kampagne.

Realitätscheck: Vieles davon wäre auch ohne russische Handlanger passiert (Putsche, Ressentiments gegen Frankreich). Die tatsächliche Wirkung pro investiertem Dollar bleibt fragwürdig. Was bleibt: ein gut finanziertes Paralleluniversum aus Lügen, das echte Probleme in Krisenregionen weiter verschärft.

Warum das wichtig ist: Russland betreibt mit staatlichem Geld und Regie durch den SWR genau das, was es dem Westen permanent vorwirft: systematische Einmischung, Destabilisierung und Kauf von Meinungen. Nur mit schlechterem Geschmack und fehlendem Gewissen. Wer das noch als „multipolare Weltordnung“ verkauft, lügt entweder für Geld oder gehört selbst zur „Company“.

Quelle: forbiddenstories.org

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