Die Ampelkoalition verliert ihre Mehrheit:
- Wer: Andreas Babler und die SPÖ stürzen historisch ab.
- Was: Ein Allzeittief von nur noch 16 Prozent in der aktuellen Lazarsfeld-Umfrage.
- Warum: Sparpakete, patscherte Auftritte und die totale Perspektivenlosigkeit.
State of play: Die Umfragewerte der aktuellen Regierungsparteien befinden sich im freien Fall. Die Lazarsfeld Gesellschaft hat für oe24 insgesamt 2.000 Personen im Zeitraum vom 29. Juni bis 7. Juli 2026 befragt. Die maximale Schwankungsbreite liegt bei 2,2 Prozent. Wäre am kommenden Sonntag eine Nationalratswahl, ginge den drei Ampelparteien ÖVP, SPÖ und NEOS das Licht aus. Sie verlieren zusammen 28 Mandate im Vergleich zur Wahl im September 2024. Die Mehrheit ist weg.
Aktuelle Umfrage: Die Zahlen der Erhebung zeigen die nackte Implosion der einstigen staatstragenden Großparteien:
- FPÖ: 37 Prozent. Herbert Kickl thront einsam an der Spitze. Die Blauen sind stärker als ÖVP und SPÖ zusammen.
- ÖVP: 19 Prozent. Die Kanzlerpartei rutscht unter die psychologische 20-Prozent-Marke. Der Austausch von Generalsekretär Christian Stocker durch Markus Gstöttner verpufft komplett.
- SPÖ: 16 Prozent. Das schlechteste Ergebnis, das jemals für die Sozialdemokraten gemessen wurde.
- Grüne: 12 Prozent. Sie halten sich stabil vor den Pinken.
- NEOS: 8 Prozent. Beate Meinl-Reisinger liegt knapp unter dem Wahlergebnis von 2024.
- KPÖ: 4 Prozent. Die Kommunisten würden haarscharf den Einzug in den Nationalrat schaffen.
Behind the scenes: Das linke Projekt von Andreas Babler ist krachend gescheitert. Der Parteichef trat an, um die SPÖ nach links außen abzudichten. Das Gegenteil passiert. Der jüngste Sieg der kommunistischen Bürgermeisterin Elke Kahr in Graz spült nun der KPÖ entscheidenden Aufwind in die Segel. Babler verliert die eigenen Wähler an die KPÖ, während er gleichzeitig die Mitte verschreckt. Bei der SPÖ herrscht lähmende Ratlosigkeit.
Warum das wichtig ist: Die Zahlen zeigen, dass die österreichische Wählerschaft der amtierenden Koalition das Vertrauen komplett entzogen hat. Eine parlamentarische Mehrheit abseits der FPÖ ist rechnerisch kaum noch vorstellbar, da die Ampel mit nur noch 82 Mandaten meilenweit von einer Regierungsbildung entfernt ist. Andreas Babler hat die SPÖ erfolgreich in die Bedeutungslosigkeit einer Kleinpartei manövriert.
Nach Freundschaft schauen die aktuellen Umfragenwerte jedenfalls nicht aus.
Frank sagt:

