In drei Sätzen: Alexander Soros, Sohn des bekannten US-Milliardärs George Soros, hat sich in den letzten Jahren als einer der einflussreichsten Geldgeber und politischen Akteure in den USA etabliert, seit 2023 leitet er als Chairman die Open Society Foundations (OSF). Nun stellt sich Soros, der erst kürzlich Österreichs Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) in München zum Abendessen getroffen hat, gegen den „illegalen Krieg“ (Zitat) Trumps gegen den Iran.
Der Auslöser: Alexander Soros (40) hat sich klar gegen die aktuelle Militäroperation positioniert. Er bezeichnete die Angriffe wiederholt als illegal und völkerrechtswidrig und kritisierte scharf, dass nur wenige europäische Staaten (allen voran Spanien) sich weigern, US-Streitkräften ihre Basen zur Verfügung zu stellen.
Wer sagt was: In einem seiner Beiträge auf X schrieb jetzt Soros: „Warum wehren sich nicht mehr Europäer gegen diesen völkerrechtswidrigen Krieg? Dasselbe gilt für Kanada! Sie halten zwar schöne Reden auf Konferenzen, tun aber kaum etwas. Spanien hingegen entwickelt sich zur Führungsmacht der freien Welt!“
Das Sittenbild: Soros teilte zudem Inhalte von Max Blumenthal, einem bekannten linken Journalisten und Kritiker Israels, der US-Opferzahlen und Kriegsnarrative hinterfragt. Ein Schritt, der ihm die Vorwürfe einbrachte, pro-iranische oder anti-israelische Verschwörungstheoretiker zu boosten.
Zwischen den Zeilen: Mit seiner Haltung unterstützt Alexander Soros autoritäre Regime wie das iranische zumindest indirekt. Und er will bei all jenen Gruppen punkten, die den US-Angriff auf den Iran als völkerrechtswidrigen Präventivkrieg und als US-Imperialismus werten.
Follow the money: Soros ist ein großer Unterstützer der Demokratischen Partei, er spendete Millionensummen für progressive Kandidaten und Kampagnen, etwa auch 60 Millionen Dollar im Wahlkampf 2024 für Joe Biden und Kamala Harris, und er tritt regelmäßig als scharfer Kritiker Donald Trumps in Erscheinung. Beim World Economic Forum (WEF) in Davos bezeichnete er Trump als Gefahr für die Demokratie und warnte, dass Trump nur durch Haft oder Machtübernahme „verschwinden“ werde.
Warum das wichtig ist: Auch eine österreichische Außenministerin muss wissen, wen sie zum Abendessen trifft: Beate Meinl-Reisinger (NEOS) hat mit ihrem Treffen mit Alexander Soros in München ein klare Positionierung der österreichischen Außenpolitik verursacht. Ob eine freundschaftliche Beziehung zu einem Gegner des US-Krieges gegen die Terror-Mullahs im Iran und zu ihren Ordens-Verleihern aus der mit Korruption verseuchten Ukraine für das neutrale Österreich von Vorteil ist, kann bezweifelt werden.
Link: Alexander Soros auf X
