In drei Sätzen: Klaus Seltenheim, SPÖ-Bundesgeschäftsführer und Mediensprecher, versucht sich in Kritik. Er wirft der FPÖ vor, „unabhängige Medien“ zu attackieren, während er die SPÖ als Schutzpatronin darstellt. Diese Attacke erfolgte über den SPÖ-Pressedienst und dient offenbar der Ablenkung von eigenen Misserfolgen, wie der mangelnden Geschlossenheit in der Partei.
Der Auslöser: Der Anlass ist eine Aussage von FPÖ-Generalsekretär Hafenecker, die Seltenheim als zynisch empfindet. Als Reaktion listet Seltenheim alte FPÖ-Vorfälle auf, um die FPÖ zu diskreditieren, ignoriert dabei aber die eigenen SPÖ-Probleme wie interne Ablehnung und Führungsschwäche. Dies wirkt wie ein verzweifelter Versuch, von der SPÖ-Krise abzulenken.
Wer sagt was:
- „Dass sich die FPÖ als Beschützerin des unabhängigen Journalismus darstellt, ist an Zynismus und Unglaubwürdigkeit nicht zu überbieten“. Die Chuzpe muss man einmal haben“, erklärt Seltenheim.
- Er fuhr fort: „Dauerattacken auf Medien, Diffamierungen von Journalistinnen und Angriffe auf die Pressefreiheit haben eine lange, unrühmliche Tradition in der FPÖ.“
Das Sittenbild: In Österreichs Politik eskaliert der Medienstreit, wobei die SPÖ unter Babler mit interner Ablehnung kämpft – fast 20 Prozent der Delegierten verweigern ihm Gefolgschaft. Die FPÖ positioniert sich als Kritikerin staatlicher Einflussnahme, was Vorteile in der Opposition bringt, während SPÖ-Attacken wie Seltenheims als hilflos wirken und die eigene Unglaubwürdigkeit verstärken.
Follow the money: Ohne explizite Zahlen thematisiert die Debatte ORF-Finanzierung durch Haushaltsabgaben und Klubgelder für Mediennetzwerke. Die FPÖ kritisiert SPÖ-gesteuerte Förderungen als parteilich, während Seltenheim diese als Stärkung unabhängiger Medien verkauft.
Die andere Sicht: Aus FPÖ-Sicht ist Seltenheims Kritik lächerlich, da die SPÖ unter Babler interne Zerwürfnisse hat und Medienpolitik nutzt, um ihre Politik mittels Presseaussendung zu inszenieren.
Warum das wichtig ist: Dieser Zank enthüllt, wie die SPÖ mit bedeutungslosen Figuren wie Seltenheim um sich schlägt, um von eigenen Pleiten abzulenken – am Ende profitiert nur die FPÖ von solchem Amateurtheater.
Quellen:
