In drei Sätzen: Schonungslos belegt auch die neueste Umfrage der Lazarsfeld Gesellschaft für oe24 das Scheitern der Bundesregierung: In der Kanzlerfrage kommt Medien-Minister und SPÖ-Chef Andreas Babler auf nur 8 Prozent, die NEOS-Koalitionskollegin Beate Meinl-Reisinger schafft nur 6 Prozent. Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) kann sich etwas auf 15 Prozent (plus 3 Prozentpunkte) verbessern – und FPÖ-Chef Herbert Kickl ist mit 32 Prozent (plus ein Prozentpunkt) mit einem gewaltigen Vorsprung an der Spitze.
Der Auslöser: Too little, too late – und zu langsam: So wird offenbar von vielen Österreichern das Handeln der Dreierkoalition bewertet. Die von den Mainstream-Medien brav gepriesene Spritpreisbremse ist fast wirkungslos verpufft, die Mehrwertsteuer-Senkung auf einige ausgewählte Lebensmittel wird ab Juli ziemlich wenig bringen – und nun zeigt sich, dass auch die mit viel Trara verkündete Volksbefragung zur Wehrpflicht-Verlängerung vom Kanzler begraben wird. Die Bundesregierung konzentriert sich auf einige Rand-Themen, während eine Energie-Krise auf Europa zurollt.
Zwischen den Zeilen:
- Herbert Kickl ist bei der oe24-Kanzlerfrage der Lazarsfeld Gesellschaft bereits auf 32 %, das ist ein Prozentpunkt mehr als vor einer Woche. Knapp ein Drittel der Befragten wünschen sich den FPÖ-Obmann als Kanzler.
- SPÖ-Chef Andreas Babler fällt trotz ohnehin schon schlechter Werte um einen Punkt auf 8 % zurück.
- Und nur 6 Prozent würden NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger zur Bundeskanzlerin wählen.
- Fast ebenso schlecht in der Umfrage: Grünen-Chefin Leonore Gewessler verliert leicht und kommt auf nur noch 7 Prozent.
Das Sittenbild: Während Österreich unter einer massiven Teuerungswelle leidet und die Spritpreise bereits erschütternd stark gestiegen sind, fördert der SPÖ-Chef etwa ein Pornofilm-Festival: Vom 16. bis 20. April in Wien findet das Porno-Filmfestival im Schikaneder Kino in Margareten, in der Libelle und der Akademie der bildenden Künste statt. Einer der Titel der Events: „Porno-Party 2026 – Frucht-Orgie“. Kultur- und Medienminister Andreas Babler sponsert dazu mit 8000 Euro Steuergeld den Verein „Freund_lnnen* des pornographischen Films“.
Go Deeper: Und während der Finanzminister (SPÖ) allen Österreichern schon mit neuen Steuern droht, lässt Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) eine Ministeriums-Beamtin als „Vize-Ministerin“ 7000 Kilometer zu einem Kurzbesuch auf die Seychellen jetten. Die Kosten dafür verschweigt das Ministerium, eine Anfrage zu der irritierenden Dienstreise ins Insel-Paradies blieb unbeantwortet.
Das große Ganze: Auch die neueste Umfrage zeigt, wie unbeliebt die Dreierkoalition ist, wie wenig die Österreicher die Parteichefs von ÖVP, SPÖ und NEOS im Kanzleramt sehen wollen. Trotzdem wird der Weg zu Neuwahlen blockiert: Stocker, Babler und Meinl-Reisinger wissen, dass sie eine Wahl dramatisch verlieren würden – so wird von diesem Trio weitergewurschtelt, auch gegen den Willen vieler Österreicher.
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