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Politik

Kirchenbau: Doskozil mauert

FPÖ-Abgeordneter Jaksch fordert Offenlegung bei Millionenprojekt in Bruckneudorf.

Hans-Peter Doskozil - Martin Juen - Sepa Media -FoB - RUnway FoB AI
Hans-Peter Doskozil - Martin Juen - Sepa Media -FoB - RUnway FoB AI
Redaktion
Redaktion
29. April 2026
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3 Min Read

In drei Sätzen: FPÖ-Landtagsabgeordneter Mario Jaksch hat eine detaillierte Landtagsanfrage zum Neubau der römisch-katholischen Pfarrkirche in Bruckneudorf gestellt. Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) antwortete mit nur zwei knappen Sätzen und einem Verweis auf das Kulturförderungsgesetz. Der Vorgang sorgt nun für scharfe Kritik an mangelnder Transparenz bei einem Millionenprojekt, das mit öffentlichen Geldern realisiert werden soll.

Der Auslöser: Mario Jaksch hat 28 konkrete Fragen zu Kosten, Finanzierung, Planung und Bürgerbeteiligung gestellt. Die Antwort des Landeshauptmanns blieb weitgehend ausweichend. Jaksch sieht darin ein politisches Ausweichmanöver und kündigt weitere Anfragen sowie IFG-Anträge an.

Wer sagt was:

  • „Wenn 28 konkrete Fragen zu Steuergeldern, Kosten, Planung und Transparenz gestellt werden und am Ende nur ‚keine Bedarfszuweisungen‘ plus ein langer Vortrag zum Kulturförderungsgesetz übrigbleibt, dann ist das keine Antwort, das ist politisches Ausweichen auf höchstem Niveau“, kritisiert Mario Jaksch.
  • Er fügt hinzu: „Entweder floss Geld, oder man hat den Menschen bewusst etwas vorgespielt.“ Weiter heißt es bei Jaksch: „Viele Bruckneudorfer erkennen in diesem hypermodernen Entwurf keine Kirche unserer mitteleuropäischen Tradition. Gerade bei einem Bauwerk für Generationen braucht es Offenheit, Identität und Akzeptanz vor Ort. Nicht Geheimniskrämerei und Ausweichmanöver aus dem Landhaus.“

Das Sittenbild: Das Projekt zeigt eine enge Zusammenarbeit zwischen Land, Diözese Eisenstadt und der Großgemeinde Bruckneudorf-Kaisersteinbruch. Bei konkreten Nachfragen zu Steuergeldern und Verantwortung bleibt die Landesregierung jedoch vage. Vorteile einer transparenten Kommunikation fehlen bisher, Nachteile wie fehlendes Vertrauen der Bürger sind bereits sichtbar.

Zwischen den Zeilen:

  • Die Anfragebeantwortung lässt zentrale Punkte wie alternative Budgettöpfe, tatsächliche Gesamtkosten und Beteiligung von Land und Diözese offen.
  • Die Bevölkerung wurde offenbar nicht frühzeitig und transparent in die Planung eingebunden.
  • Die Rolle des Landes bei der Auswahl des hypermodernen Architekturentwurfs bleibt ungeklärt.
  • Jaksch kündigt weitere schriftliche Landtagsanfragen zu allen Finanzierungswegen außerhalb der Kulturförderung an.

Follow the money: Es geht um ein Millionenprojekt, dessen genaue Kosten und Finanzierungsquellen bislang nicht offengelegt wurden. Ob und in welcher Höhe Steuergelder aus verschiedenen Landestöpfen fließen, bleibt unklar.

Die andere Sicht: In Presseaussendungen und beim Spatenstich sprachen Doskozil, die Diözese und die Gemeinde von „enger Partnerschaft“ und „vertrauensvoller Zusammenarbeit“.

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Warum das wichtig ist: Bürger haben ein Recht zu erfahren, wie ihr Geld verwendet wird, besonders bei Bauvorhaben für kommende Generationen. Wenn selbst einfache Auskünfte verweigert werden, leidet das Vertrauen in die Politik. Typisch: Erst große Worte bei der Grundsteinlegung, dann Mauern, sobald jemand nachrechnet.

Quelle: Jaksch.at

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