Bablers Urin-Künstlerinnen streiken

Trotz Förderung mit 600.000 Euro Steuergeld die Pisse-Show gestoppt.

Redaktion
By
Redaktion
Fass ohne Boden. Investigative Rechercheplattform. Erbarmungslos. Faktentreu. Steil. #Investigativ #Politik #Intelligence #Sicherheit
4 Min Read
Andreas Babler - SEPA.Media Martin Juen - RunwayFoB AI

In drei Sätzen: Kaum hat die viel kritisierte Pisse- und Jetski-Show der umstrittenen österreichischen Performance-Künstlerin Florentina Holzinger (fob.at hat berichtet) auf der Biennale in Venedig begonnen, da war sie auch schon wieder vorbei: Am letzten Preview-Tag (Freitag) blieben zahlreiche Länderpavillons – darunter der österreichische – aufgrund eines 24-stündigen Streiks geschlossen. Organisiert war diese Aktion von „Art Not Genocide Alliance“ (ANGA), sie fordert den Ausschluss Israels von der Biennale und wirft der Veranstaltung „Artwashing“ (Kultur als Deckmantel für Gewalt) sowie „kulturelle Mitschuld“ am Gaza-Konflikt vor.

Der Auslöser: Performerinnen aus Holzingers internationalem Team solidarisierten sich mit diesem anti-israelischen Protest, sie hielten vor dem österreichischen Pavillon Plakate mit Parolen wie „Free Gaza“, „We stand with Palestine“ und Kritik am „artwashing“. Der Pavillon blieb von 10 bis 19 Uhr geschlossen.

Wer sagt was:

  • Anna Thalhammer (Chefredakteurin des Nachrichtenmagazins profil): „Der österreichische Pavillon blieb bei der Biennale aus Protest gegen Israels Teilnahme zu. Wer hat das entschieden? Die Künstlerin? Oder das Ministerium, das den Pavillon betreibt? Ich empfinde das als nicht richtig.“
  • Philipp Hartig (Mitarbeiter im Parlamentsklub der ÖVP) auf X: „Es ist offensichtlich ein Vertragsbruch. Die Fördersumme muss zurückgefordert werden. Zuständig ist, wer die Förderung bewilligt hat. Die Rückforderung zu unterlassen wäre eine Vernachlässigung von Amtspflichten und würde der Republik einen finanziellen Schaden zufügen.“

Zwischen den Zeilen:

  • Österreichs Steuerzahler finanzieren den Biennale-Auftritt Holzingers, bei dem dann anti-israelische Parolen gerufen werden.
  • Mit Steuergeld wird nicht nur das Baden im fremden Urin der Festivalbesucher subventioniert, sondern auch die Teilnahme an Aktionen, die antisemitische Züge aufweisen könnten.
  • Viele der Schock- und Grusel-Performerinnen kommen offenbar aus einem ganz gewissen linkslinken Lager.

Das Sittenbild: Österreichs Kunstminister und Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ) lässt also nicht nur zu, dass mit 600.000 Euro Steuergeld eine Urin-Performance von zweifelhaftem künstlerischem Wert finanziert wird, sondern auch eine Israel-Hass-Aktion teilnehmender Künstlerinnen. Die 600.000 Euro werden übrigens für Organisation, Anschaffungen, Gehälter der Darstellerinnen, Technik und den sechsmonatigen Betrieb ausgegeben, das macht etwa 430 Euro pro Stunde. Zeitgleich spart die Dreierkoalition aus ÖVP, SPÖ und NEOS bei den Geringverdienern, bei den Familien, bei den Pensionisten und sogar bei den gehandicapten Arbeitnehmern.

Das große Ganze: Dass auch Mitglieder der österreichischen Biennale-Performance gegen Israel streiken, hat einen besonders bitteren Beigeschmack: Während frühere Bundesregierungen (etwa ganz besonders die türkis-blaue Koalition unter Sebastian Kurz) eine deutliche Verbesserung der Beziehungen zu Israel eingeleitet haben, lässt die derzeitige Koalition alles zu, damit diese Entwicklung gebremst wird.

Warum das wichtig ist: Österreichs Rolle als Vermittler, als Brückenbauer wird auch von der ÖVP-SPÖ-NEOS-Regierung immer wieder betont, aber die Realität sieht ganz anders aus: SPÖ-Chef Andreas Babler lässt aktuell anti-israelische Proteste auf einer von österreichischen Steuerzahlern finanzierten Performance in Venedig zu, und Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) manövriert das neutrale Österreich in eine Unterstützer-Rolle für die kriegsführende Ukraine und argumentiert für den Beitritt zu einer EU-Armee (Nato). Der Kanzler lässt das alles zu.

Link:
Philipp Hartig auf X
Der Spiegel

Share This Article
Follow:
Fass ohne Boden. Investigative Rechercheplattform. Erbarmungslos. Faktentreu. Steil. #Investigativ #Politik #Intelligence #Sicherheit
Keine Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.