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Brussels: MBS kauft Paris: 6 Milliarden für Manga-Parks

Wie Riad Manga-Kultur nutzt, um Einfluss in Europa zu kaufen.

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Chefredakteur | Chaos is Order. Do not fear the darkness.

Mohammed bin Salman kauft Paris: 6 Milliarden für Manga-Parks

Auf einen Blick: Frankreichs Präsident Macron macht sich zum Handlanger saudischer Expansionsgelüste. Während Europa über Werte philosophiert, sichert sich Mohammed bin Salman mit 6 Milliarden Euro massiven Einfluss vor den Toren von Paris.

Der Deal steht: Saudi-Arabien investiert über die Qiddiya Investment Company (einen Arm des staatlichen Public Investment Fund) 6 Milliarden Euro in drei neue Themenparks nordwestlich von Paris. Das Projekt auf dem ehemaligen Mirapolis-Gelände in Cergy-Pontoise soll das größte Vorhaben seit der Eröffnung von Disneyland Paris im Jahr 1992 werden.

Manga-Diplomatie statt Industriepolitik

Worum es geht: Im Zentrum der ersten Bauphase steht das Universum von “Dragon Ball Z”. Was wie ein schlechter Scherz für Geopolitiker klingt, ist harte Realität der saudischen “Vision 2030”. Kronprinz Mohammed bin Salman nutzt die Popkultur, um saudische Soft Power tief im europäischen Freizeitmarkt zu verankern.

Imagetransfer: Anstatt Riad nur mit Öl, konservativen Normen oder Menschenrechtskritik zu verknüpfen, besetzt das Königreich emotionale, positiv besetzte Jugend- und Popkultur-Themen.

  • Investitionsvolumen: 6 Milliarden Euro.
  • Arbeitsplätze: 22.000 Jobs sind geplant.
  • Standort: Courdimanche (Val-d’Oise), 30 Kilometer von Paris entfernt.

Macron feiert das Investment

Das große Ganze: Emmanuel Macron zeigt sich ungeniert stolz auf die Abhängigkeit von saudischem Kapital. Ein Berater des Präsidenten bestätigte, dass die gemeinsame Begeisterung für die japanische Serie bereits bei Gesprächen in Riad im Dezember 2024 zum Thema wurde.

Macron kommentierte den Deal gewohnt pathetisch: “Dies ist das eigentliche Wesen von Choose France: die ehrgeizigsten Projekte zu suchen und Frankreich zu dem Land zu machen, in dem sie Wirklichkeit werden. Um Arbeitsplätze zu schaffen. Um Frankreich strahlen zu lassen. Wir sind noch nicht fertig damit, die Welt zu überraschen.”

Die Zahlen der Abhängigkeit

Zwischen den Zeilen: Hinter den bunten Manga-Fassaden geht es um handfeste wirtschaftliche Verflechtungen. Der Besuch von Mohammed bin Salman in Frankreich war nicht nur von Freizeitparks geprägt. Die wirtschaftliche Achse Paris-Riad wird massiv zementiert:

  • Infrastruktur: Alstom und die Reederei CMA CGM unterzeichneten Verträge im Wert von knapp 1 Milliarde Euro.
  • Sektoren: Die Kooperation erstreckt sich über Energie, Verteidigung und Künstliche Intelligenz.
  • Vergleich: Während Disneyland Paris seit 1992 rund 13 Milliarden Euro investiert hat, klotzen die Saudis nun mit einer 6-Milliarden-Euro-Anschubfinanzierung.

Worum es geht: Saudi-Arabien baut bereits in der Nähe von Riad einen eigenen Dragon-Ball-Park auf 500.000 Quadratmetern. Das Pariser Projekt ist der logische nächste Schritt: Der Export saudisch kontrollierter Unterhaltung in das Herz Europas.

Zumindest bekommen die Pariser dafür einen lebensgroßen Son-Goku.

Frank sagt:
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