Khmara fordert 27 Milliarden Dollar von EU
Der neue ukrainische Verteidigungsminister Yevhenii Khmara schlägt Alarm: Kiew fehlen aktuell 27 Milliarden Dollar (rund 23,2 Mrd. Euro) zur Finanzierung des Krieges. Die Lösung: Die EU soll Tranchen aus dem für 2027 geplanten Hilfspaket vorzeitig auszahlen. Der Grund für das Loch ist hausgemacht: Das Ministerium hat die Gelder für das gesamte Jahr 2026 bereits in den ersten sechs Monaten für Drohnen und Ausrüstung ausgegeben.
Das Milliardenloch im Detail
| Posten | Betrag (USD) | Empfänger / Zweck |
|---|---|---|
| Sold & Gehälter | 20 Milliarden | Militärpersonal & Hinterbliebene |
| Waffenvorauszahlung | 8–10 Milliarden | Bestellungen für Januar 2027 |
| Defizit | 27 Milliarden | Deckung der Lücke für 2026 |
Der EU-Zahlungsplan unter Druck
Das große Ganze: Khmara, der ehemalige Kommandant der Spezialeinheit SSU, der erst am 19. August 2026 im Amt bestätigt wurde, will den Alliierten nun einen detaillierten Kriegsplan vorlegen, um den Geldfluss zu beschleunigen.
- 90 Milliarden Euro umfasst das EU-Darlehenspaket für 2026 und 2027 (Verordnung EU 2026/467).
- 45 Milliarden Euro sind pro Jahr fixiert, wobei 60 Milliarden des Gesamtpakets für Verteidigung reserviert sind.
- 24 EU-Staaten tragen die Last. Tschechien, Ungarn und die Slowakei sind aus dem Mechanismus ausgestiegen.
- 6,1 Milliarden Euro hat die EU-Kommission zusätzlich am 24. August 2026 für Luftabwehrsysteme und Munition genehmigt.
- 0 Euro Rückzahlung garantiert: Die Ukraine tilgt den Kredit nur, wenn Russland Reparationen zahlt.
Frontbericht und Finanzpoker
Zwischen den Zeilen: Präsident Wolodymyr Selenskyj stellte die Forderung bereits am 24. August 2026 beim Treffen der „Koalition der Willigen“ in Kiew klar.
- Er betonte, dass das Defizit keine „plötzliche Rechnung“ sei, sondern aus der massiven Vorfinanzierung von Drohnenproduktionen resultiere.
- Ohne der Vorfinanzierung könne mannicht duellfähig bleiben.
Während Kiew in Brüssel um Milliarden pokert, verschärft Moskau den Ton: Das russische Verteidigungsministerium kündigte am 30. August 2026 „massive Schläge“ gegen die ukrainische Energieinfrastruktur an, als Vergeltung für ukrainische Angriffe auf zivile Ziele in Russland.
Der Spin: Kiew verkauft das Vorziehen von Krediten als strategische Notwendigkeit. Fakt ist: Das Verteidigungsministerium hat das Budget für das gesamte Jahr 2026 in nur sechs Monaten verbraucht. Der EU-Apparat übernimmt nun das Zinsrisiko für Gelder, deren Rückzahlung vollkommen ungewiss ist, während drei EU-Mitglieder die Beteiligung an diesem Finanzkonstrukt bereits verweigern.

