21.252 College-Plätze: Schumann füllt AMS-Kurse mit Ausländern

Worum es geht: Das AMS steckt zweistellige Millionen in Jugendcolleges. Offiziell sollen junge Leute Deutsch lernen, die Pflichtschule nachholen und Arbeit finden. Die Tabellen zur Anfrage von Hermann Brückl (FPÖ) und zur Antwort von Sozialministerin Korinna Schumann (SPÖ) zeigen etwas anderes: Die Plätze gehen fast durchgehend an Ausländer. Österreicher sind die Ausnahme.

Auf einen Blick: 21.252 belegte College-Plätze, 19.961 verschiedene Personen. Wien stellt den Löwenanteil. 2024 zahlte das AMS 24,9 Millionen Euro, 2025 stiegen die Kosten auf über 26,7 Millionen. Wien stockte auf 7.200 Plätze auf. Jeder vierte bricht ab. Eine zentrale Statistik zu Schlägereien, Drohungen, Polizei oder Hausverboten gibt es nicht.

Das große Ganze: Steiermark 460 Personen, Tirol 304, Wien 19.197. Die Kursteilnehmer sind jung, meist zwischen 15 bis 25 Jahre. Daneben läuft in Wien „College 25+“ mit über 1.400 Menschen über 25. In den großen Wiener Kursen sind oft drei von vier Teilnehmern Männer.

Kein Zufall: 1.228 Personen haben denselben Projekttyp mehr als einmal gemacht. Das sind 6,15 Prozent. In Wien allein 1.211 Wiederholer. Im Kurs „Jugendcollege – Wien # advanced OST“ sitzt sogar jeder Siebte zum zweiten Mal oder öfter auf einem AMS-Platz.

  • Wer sitzt drin: Syrer führen die Listen, oft mit Hunderten pro Projekt. Dazu Afghanen und Somalier. Österreicher: in manchen Wiener Kursen eine Handvoll, manchmal nur einer oder zwei.
  • Asylstatus: Viele haben Konventionsasyl oder subsidiären Schutz. Der Kursraum ist voll mit Schutzstatus, nicht mit Inländern.
  • Danach: Nach sechs und zwölf Monaten überprüft das Arbeitsmarktservice den Status. Zwar finden Menschen eine Beschäftigung und oft liegt diese Quote zwischen einem Drittel und der Hälfte. Mit anderen Worten: die Arbeitslosigkeit bleibt hoch. Beim College 25 plus betrug sie nach einem halben Jahr in einem Jahrgang rund 41 Prozent.

Zwischen den Zeilen: Herkunft und Asylstatus kann das Ministerium personenscharf liefern. Ob jemand im Kursraum zuschlägt, droht oder die Polizei holt, zählt niemand einheitlich. Wer nach der Zubuchung nicht erscheint oder dauernd fehlt, wird ebenfalls nicht standardisiert erfasst.

Was hängen bleibt: 1.117 Pflichtschulabschlüsse in Wien bis Ende Juli 2026 stehen in der Antwort. Die Sicherheitsbilanz der Klassenzimmer nicht. Der Steuerzahler zahlt den Platz. Derselbe Platz wird von denselben Leuten auch ein zweites Mal belegt.

Unterm Strich: 21.252 AMS-Plätze, fast ohne Österreicher, mit Tausenden Syrern und 1.228 Wiederholern. Bildung heißt das Etikett. Die Liste heißt Herkunft.

Millionen für Kurse, aber bei der Sicherheit im Klassenzimmer schaut das Ministerium lieber weg.

Frank sagt: