Auf einen Blick: Die Sommerernten in West- und Mitteleuropa verbrennen. Die Europäische Kommission stellt massive Ertragseinbrüche von bis zu 14 Prozent fest und sorgt sich um das Futter für das Vieh. Brüssels einzige Antwort ist das übliche Mantra von Regulierung und EU-Fördertöpfen.
Was neu ist: Das neueste MARS-Bulletin der Gemeinsamen Forschungsstelle (JRC) zeichnet ein düsteres Bild. Zwei Monate Dauerhitze und akuter Regenmangel haben die Feldfrüchte und die Futterversorgung in weiten Teilen Europas massiv eingeschränkt. Die EU-Prognosen für die Sommerernten liegen bis zu 14 Prozent unter dem Fünfjahresschnitt. Während die Erträge beim Wintergetreide im EU-Schnitt noch stabil blieben, drohen bei Sommerkulturen wie Mais lokal komplette Ernteausfälle.
Das große Ganze: Besonders hart trifft es die Landwirte in Frankreich, Süddeutschland, Ober- und Mittelitalien, Österreich, Tschechien, der Slowakei, Ungarn und Westrumänien. Neben der Dürre schränken behördliche Wasserengpässe die Bewässerung ein. Auch in den Benelux-Staaten, Slowenien und Kroatien schrumpfen die Ernteerwartungen drastisch. Die Wiesen trocknen aus, die Biomasse geht zurück. Den Bauern geht schlicht das Futter aus.
Wer sagt was:
- EU-Agrarkommissar Christophe Hansen versucht sich in Krisenrhetorik: “Dieser Sommer war für die Landwirte in der gesamten EU besonders schwierig. Dürre und extreme Hitze setzen die Ernten, das Futter, das Vieh und das Einkommen der Landwirte zunehmend unter Druck. Wir beobachten die Entwicklungen aufmerksam und aktiv und gewinnen Erkenntnisse über die Auswirkungen direkt vor Ort. Diese Ereignisse sind eine Erinnerung daran, dass wir uns auf eine Zukunft vorbereiten müssen, in der extreme Wetterereignisse häufiger werden. Wir müssen die Landwirte heute unterstützen und gleichzeitig die europäische Landwirtschaft widerstandsfähiger für morgen machen.”
Warum das wichtig ist: Während das Getreide auf den Feldern verdörrt, verweist die Kommission auf ihr Allheilmittel: die Gemeinsame Agrarpolitik (CAP). Das Geld der Steuerzahler soll nun in „effiziente Bewässerung“, „klimaresistente Infrastruktur“ und den Umstieg auf andere Nutzpflanzen fließen. Der Bürokratieapparat in Brüssel schüttet Geld aus, um die Probleme zu managen, die durch immer neue Regulierungen erst erschwert werden.
Brüssel beobachtet das Sterben der Ernten jetzt also „aktiv“. Die Bauern können sich davon genau gar nichts kaufen.
Frank sagt:


