In drei Zeilen: SPÖ-Wissenschafts- und Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner (33, SPÖ) hat im ersten Quartal 2026 externe Aufträge im Volumen von 1,7 Millionen Euro vergeben – pro Tag also 18.888 Euro – oder 1574 Euro pro Stunde. Gleichzeitig will Holzleitner bei den Universitäten massive Kürzungen durchsetzen. Die FPÖ legt jetzt die Rechnung der teuren Hilfe auf den Tisch.
Der Auslöser: Eine parlamentarische Anfrage von FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz hat die absurd hohen Zahlen ans Licht gebracht. Im Zeitraum Jänner bis März 2026 hat das Ministerium Beratungsverträge, Studien und Werbekampagnen im Gesamtwert von gut 1,7 Millionen Euro ausgeschrieben. Besonders grotesk: Eine bekannte Wiener Werbeagentur erhielt alleine für die Kampagne „Gerecht oder Geschlecht?“ 136.692 Euro Steuergeld.
Wer sagt was:
Eva Holzleitner rechtfertigt die Millionen-Ausgaben damit, dass „spezialisiertes Expertenwissen“ im Haus fehle und Personalressourcen für zusätzliche Projekte nicht ausreichten. Außerdem sei es zweckmäßig, „den Blickwinkel eines Außenstehenden“ einzuholen.
Die FPÖ sieht darin vor allem eines: Geldverteilungsaktionen auf Steuerzahlerkosten.
Das Sittenbild:
Während Studenten und Universitäten mit weniger Geld auskommen sollen, sitzt im dafür zuständigen Ministerium das Geld offenbar locker. Allein für Messebauleistungen bei der Berufsmesse BeSt Wien 2026 fließen 565.200 Euro – und die ÖVP-SPÖ-NEOS-Bundesregierung kürzt auch noch bei Geringverdienern, Pensionisten und Familien.
Zwischen den Zeilen:
Nur einige der Ausgabenposten der SPÖ-Ministerin sind hier aufgelistet:

- Und dazu 34.650 Euro für Prozessbegleitung gegen geschlechterbasierte Gewalt an Hochschulen
- 177.600 Euro für eine Standort-Evaluierung der Uni Graz und TU Graz
- 476.077 Euro allein an Statistik Austria für die EUROGRADUATE 2026-Befragung
- 26.340 Euro für die Begleitung eines Personalauswahlverfahrens beim Frauenfonds
Die andere Sicht:
Eva Holzleitner argumentiert, dass es sich um notwendige Investitionen in Wissenschaft und Gleichstellung handelt. Man könne nicht alles mit eigenem Personal stemmen. Kritiker halten dagegen: Wenn das eigene Haus und die junge Ministerin so überfordert ist, dass es für fast alles externe Hilfe braucht, dann stimmt etwas Grundsätzliches nicht in diesem Ressort.
Warum das wichtig ist:
Dieser Fall zeigt erneut, wie Politik funktioniert: Bei anderen wird rigoros gespart, im eigenen Ministerium wird mit Steuergeld herumgeworfen. Eva Holzleitner hat in nur drei Monaten 1,7 Millionen Euro für externe Helfer ausgegeben – während sie ihren Unis das Geld zusammenstreicht. Wenn eine Ministerin im Schnitt täglich 18.888 Euro für externe Berater ausgeben muss, dann ist ihre Eignung für den Job zu hinterfragen.
Link:
Die Beantwortung der Anfrage der FPÖ

