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Politik

Ibiza-Affäre: ÖVP-Mails waren Fake

Ibiza-Affäre ÖVP-Mails waren Fake - Foto Hermann Richter Pixabay
Ibiza-Affäre: ÖVP-Mails waren Fake - Foto: Hermann Richter Pixabay
Redaktion
Redaktion
3. Oktober 2019
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2 Min Read

Wie die „Presse“ (Donnerstag-Ausgabe) berichtet, ermittelt die Staatsanwaltschaft Wien gegen einen Mann wegen des widerrechtlichen Zugriffs auf ein Computersystem und wegen Täuschung. Dem Mann wird demnach vorgeworfen, Daten aus den Computern des „Vereins zur Förderung der Wirtschaft in der Ukraine“ gehackt zu haben.

Contents
  • EU-Infothek Berichterstattung über ÖVP-Mails
  • Klarstellung von EU-Infothek
  • Quellen und weitere Informationen

EU-Infothek Berichterstattung über ÖVP-Mails

Die im Juni des heurigen Jahres aufgetauchten E-Mails sollten belegen, dass ÖVP-Obmann Sebastian Kurz und Gernot Blümel über das Ibiza-Video (siehe auch Das Ibiza-Netzwerk) bereits im Vorfeld gewusst hätten. Demnach sollten Kurz mit Blümel bereits im Februar 2018 per E-Mail über die Ibiza-Affäre korrespondiert haben. Wie sich nun herausgestellt hat, handelt es sich bei den angeblichen Belegen aber um sogenannte „Fake-Mails“, sprich um Fälschungen.

Als erstes Medium berichtete EU-Infothek im Juni 2019 über die Causa. Das Medium konfrontierte auch vor der Publikation die ÖVP. Diese wiederum reagierte mit einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz:

https://www.facebook.com/sebastiankurz.at/videos/416500838946246/

Klarstellung von EU-Infothek

Vergangenen Freitag, am 27. September, sprich zwei Tage vor der Nationalratswahl, publizierte EU-Infothek weitere Informationen über die Umstände der Tat und Hintergründe des vermutlichen Täters: „Der Informant ist ein autodidaktisch ausgebildeter Cyber-Security Mann. […] Dieser junge Mann, um die 30 Jahre, hat sich eine beachtliche IT-Kenntnis, vor allem im Erstellen von Email-Profilen und Fakes, auch im Umgang im sogenannten „Darknet“ geschaffen. Auf diesem Spezialgebiet hat er zweifelsfrei einen überdurchschnittlichen Wissensstand, welchen er für Fakes von Emails eingesetzt hat und möglicherweise noch immer einsetzt.“ (EU-Infothek)

Darüber hinaus betont das Medium: „EU-Infothek hat zu jeder Zeit der Berichterstattung darauf hingewiesen, dass es NICHT feststellbar ist, ob diese beiden Mails echt oder gefälscht sind.“

Die zuständige Staatsanwaltschaft sowie die „Soko-Ibiza“ im Bundeskriminalamt führen die Ermittlungen als „Verschlussakt“.

Zum einen ist das Datum der Richtigstellung mehr als interessant. Schließlich war die ÖVP, insbesondere Sebastian Kurz, mit einer massiven negativen Berichterstattung und einer Shitstorm-Welle auf Twitter konfrontiert. Zum anderen ist nach wie vor wenig über den IT-Fachmann bekannt. Hintergründe und Motive des vermeintlichen Täters können zum jetzigen Zeitpunkt nur als Spekulation betrachtet werden.

Quellen und weitere Informationen

Ibiza-Gate: Geheimnisvolle Nebenschauplätze (EU-Infothek)

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