Am Punkt: Fast zwei Jahre nach der Eliminierung von Yahya Sinwar durch die IDF hat die Hamas ihren neuen Chef des politischen Büros bestimmt: Am 20. Juli 2026 übernahm Khalil al-Hayya das Ruder der Terrororganisation. Seine Wahl ist ein unmissverständliches Signal, dass der radikale Gaza-Flügel und der mörderische militärische Arm die absolute Kontrolle über die Organisation behalten – und dass die Hamas trotz schwerster militärischer Rückschläge und der verheerenden Folgen des von ihr entfesselten Krieges stur an ihrer Vernichtungsideologie festhält.
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Hamas hält am Terror fest
- Ein hauchdünnes Ergebnis: Al-Hayya setzte sich in einer geheimen Abstimmung des Shura-Rates nur denkbar knapp gegen seinen Rivalen Khaled Meschaal (Leiter der Hamas im Ausland) durch. Berichten zufolge fiel das Votum mit 35 zu 34 Stimmen (bzw. 36 zu 32 Stimmen bei einer Enthaltung) äußerst knapp aus.
- Widerstand aus den eigenen Reihen: Dass in den vorherigen Wahlrunden bewusst leere Stimmzettel eingeworfen wurden, offenbart den tiefen internen Frust und die Frustration von Teilen der Basis über die katastrophale Sackgasse, in die die Führung die Bevölkerung im Gazastreifen manövriert hat.
- Keine Wende: Mit der Beibehaltung der bisherigen Regionalstrukturen (darunter Zaher Jabarin im Westjordanland) und der totalen Dominanz des Gaza-Flügels beerdigt die Hamas jede Hoffnung auf einen pragmatischen Kurswechsel. Die Organisation verweigert weiterhin konsequent die Entwaffnung und ignoriert die humanitäre Not der Zivilbevölkerung zugunsten des eigenen Machterhalts.
Wer ist Khalil al-Hayya?
- Architekt des Schreckens und Chefunterhändler: Al-Hayya ist ein Hamas-Gründungsmitglied der ersten Stunde (1987) und war als Stellvertreter von Sinwar und Leiter der Verhandlungsdelegationen maßgeblich in die Taktik eingebunden, den Krieg nach dem Massaker vom 7. Oktober 2023 in die Länge zu ziehen, Geiseln als menschliche Verhandlungsmasse zu missbrauchen und internationale Vermittler hinzuhalten.
- Ideologische Hardliner-Linie: In unzähligen Reden hat al-Hayya den bewaffneten Terror („Armed Resistance“) verherrlicht, die Vernichtung Israels gefordert und jede Anerkennung des Existenzrechts des jüdischen Staates abgelehnt. Er steht nahtlos in der Tradition von Sinwar und dem getöteten Ismail Haniyeh.
- Teil des Terrorapparats: Mehrere seiner Söhne wurden als aktive Kämpfer des militärischen Flügels oder in direkter Verbindung zu den Terrorstrukturen bei israelischen Antiterror-Einsätzen neutralisiert (darunter Hamza 2008 und Azzam als Mitglied der Nukhba-Einheit im Mai 2026).
Teheran und Terror-Proxies gratulieren
- Feiernde Komplizen: Die Wahl al-Hayyas wurde umgehend vom iranischen Regime (Außenminister Abbas Araghchi, IRGC-Quds-Brigaden-Chef Esmail Qaani) sowie von den Terror-Proxies Hisbollah (Libanon) und den Houthis (Jemen) bejubelt. Sie feiern den Machterhalt al-Hayyas als Beweis dafür, dass die „Achse des Widerstands“ trotz massiver israelischer Gegenschläge intakt ist.
- Das Bündnis mit dem Iran: Al-Hayya gilt als treuer Statthalter der iranischen Interessen in Gaza. Seine Wahl garantiert, dass die Hamas weiterhin als verlängerter Arm Teherans agiert, dessen erklärtes Ziel die Zerstörung Israels und die Destabilisierung der gesamten Region ist.
Keine Kompromisse, kein Frieden
- Kurs auf Dauerkonflikt: Die Entscheidung für al-Hayya bedeutet, dass die Hamas aus den Trümmern des Gazastreifens nichts gelernt hat. Sie plant weder eine Entwaffnung noch einen dauerhaften, echten Frieden.
- Israelischer Druck bleibt alternativlos: Solange Führungspersönlichkeiten wie al-Hayya an der Spitze einer international agierenden Terrororganisation stehen, die offen am Ziel der Zerstörung Israels festhält, bleiben die militärischen und nachrichtendienstlichen Antiterror-Operationen Israels die einzige Antwort auf eine existentialistische Bedrohung.
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