Auf einen Blick: Die EU-Kommission plant, bis zum 1. Jänner 2027 verbindliche Recycling-Benchmarks für strategische Rohstoffe – darunter Seltene Erden – in Abfallströmen festzulegen. Exekutiv-Vizepräsident Séjourné stellte klar, dass diese Vorgaben über delegierte Rechtsakte im Rahmen des Critical Raw Materials Act (CRMA) umgesetzt werden. Damit reagiert der Brüsseler Apparat auf die technologischen Hürden bei der Rückgewinnung kritischer Materialien, insbesondere Seltener Erden.
Was hängen bleibt: Das übergeordnete Ziel sieht vor, dass die Recyclingkapazitäten der EU bis zum Jahr 2030 mindestens 25 Prozent des jährlichen Verbrauchs an strategischen Rohstoffen decken müssen. Ergänzend dazu soll im vierten Quartal 2026 ein neues Kreislaufwirtschaftsgesetz (Circular Economy Act) verabschiedet werden. Die Kommission will so sicherstellen, dass auch schwer rückgewinnbare Materialien wirtschaftlich rentabler werden.
Ausgangslage: Der Abgeordnete Dan-Ştefan Motreanu (PPE) kritisierte in seiner Anfrage vom 24. Juni 2026 die massive Importabhängigkeit und das Versagen bei der Verwertung seltener Erden. Er verwies auf eine dramatische Bilanz bei den für die grüne Wende benötigten Rohstoffen:
- Geringe Quoten: 7 von 26 benötigten Materialien weisen lediglich eine Recyclingrate zwischen 1 und 5 Prozent auf.
- Totalausfall: Insgesamt 10 der strategisch wichtigen Materialien werden in der EU derzeit überhaupt nicht recycelt.
- Wettbewerbsnachteil: Hohe Verarbeitungskosten gefährden die Existenz europäischer Recyclingunternehmen gegenüber der globalen Konkurrenz.
Brüssel setzt auf neue Quoten bis 2027, während strategische Rohstoffe heute noch ungenutzt im Müll landen.
Frank sagt:
Quellen: Antwort der Kommission als PDF (E-10-2026-002606-ASW_EN)


