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Laotse kann einpacken

Bundeskanzler erklärt freiwillige Sparsamkeit bei Treibstoffkosten.

Christian Stocker - SEPA.Media - Michael Indra - Runway FoB AI
Christian Stocker - SEPA.Media - Michael Indra - Runway FoB AI
Redaktion
Redaktion
5. April 2026
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4 Min Read

In drei Sätzen: Bundeskanzler Christian Stocker hat im Interview mit „Heute“ die neue Spritpreisbremse der Regierung verteidigt. Er betonte, dass Preise Verhalten lenken und jeder selbst entscheiden könne, weniger Sprit zu verbrauchen. Die Maßnahme gilt seit Anfang April 2026 in Österreich und soll die Zapfsäulenpreise um etwa zehn Cent pro Liter senken.

Der Auslöser: Steigende Treibstoffpreise durch internationale Entwicklungen wie den Krieg im Iran und die sogenannte „Trumpflation“ haben die Regierung zum Handeln gezwungen. Stocker stellte eine Kombination aus Mineralölsteuersenkung um fünf Cent und Begrenzung der Gewinnmargen vor. Er wollte damit verhindern, dass Staat oder Wirtschaft als Krisengewinner dastehen. Die Bremse trat am 2. April 2026 in Kraft und wird monatlich überprüft.

Wer sagt was: „Preise sind ja auch immer eine Lenkung. Das heißt: Wer weniger Sprit verbraucht, muss weniger für Treibstoff bezahlen. Das ist eine individuelle Entscheidung, die jedem und jeder freisteht“, erklärte Stocker gegenüber „Heute“. Er fügte hinzu: „Sechs Euro haben oder nicht haben – das ist nicht zum Lachen!“ Der Kanzler setzte klar auf Freiwilligkeit statt auf verordnete Tempolimits und betonte mehrmals, dass man derzeit nur „auf Sicht fahren“ könne.

Das Sittenbild: Die Spritpreisbremse bringt Pendler und Autofahrern eine spürbare, aber begrenzte Entlastung von rund sechs Euro pro vollem Tank. Gleichzeitig bleiben die CO2-Bepreisung mit aktuell 55 Euro pro Tonne und andere Abgaben weitgehend erhalten. Viele sehen darin eine Mischung aus sanfter Lenkung und gönnerhafter Banalität.

Das große Ganze:

  • Adam Smith beschrieb bereits 1776 in „Der Wohlstand der Nationen“ die unsichtbare Hand des Marktes, die Preise ganz natürlich lenken, ohne dass ein Kanzler das Offensichtliche erklären muss.
  • Friedrich August von Hayek warnte in „Der Weg zur Knechtschaft“ vor schleichender Staatslenkung, die Freiheit langsam aushöhlt.
  • Laotse hingegen lehrte im Tao Te Ching das Prinzip des Wu Wei – des Nicht-Handelns oder Handelns ohne Eingriff. Ein weiser Herrscher mischt sich nicht ständig ein, lässt die Dinge ihren natürlichen Lauf nehmen und regiert am besten, indem er kaum regiert.
  • Stocker hingegen mischt kräftig mit hohen Abgaben und präsentiert dann die banale Folge als tiefe Weisheit.

Zwischen den Zeilen:

  • Die Bremse kombiniert eine Steuersenkung um fünf Cent mit einer Begrenzung der Gewinnmargen bei Raffinerien und Tankstellen.
  • Bei einem vollen Tank ergibt sich eine Ersparnis von rund sechs Euro.
  • Die Maßnahme gilt zunächst bis Ende 2026 und passt sich der Preisentwicklung an.
  • Stocker betonte, dass weder der Staat noch die Mineralölwirtschaft von der Krise profitieren sollen.
  • Die CO2-Steuer bleibt trotz Kritik aus der Opposition bestehen und wirkt wie eine zusätzliche Belastung.

Follow the money: Experten schätzen einen inflationsdämpfenden Effekt von etwa 0,25 Prozent. Für den Durchschnittsverbraucher summiert sich die monatliche Ersparnis je nach Fahrleistung auf wenige Dutzend Euro, während der Staat weiter kräftig mitmischt.

Die andere Sicht: Kritiker aus der Opposition fordern deutlich weitergehende Schritte wie die Abschaffung der CO2-Steuer oder eine stärkere Senkung der Mineralölsteuer. FPÖ hält die aktuelle Bremse für zu zaghaft und nicht ausreichend.

Warum das wichtig ist: Stocker verkauft als tiefe politische Weisheit, was Adam Smith als selbstverständliche Marktlogik, Hayek als gefährliche Lenkung und Laotse schlicht als überflüssiges Eingreifen in den natürlichen Lauf der Dinge abtun würde. Laotse kann einpacken – der moderne Wu Wei heißt: Erst kräftig lenken, dann den Leuten erklären, dass sie selbst weniger verbrauchen sollen. Am Ende bleibt der Staat der große Lenker, während die Bürger mit Eigenverantwortung und sechs Euro Trostpflaster abgespeist werden.

Quellen:

  • heute.at
  • heute.at
  • orf.at
  • oeamtc.at

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