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Semmering: Bürgermeister Doppelreiter und das ukrainische Oligarchen-Netzwerk

Alexander Surowiec
Alexander Surowiec - Chefredakteur & Herausgeber 3 Min Read
Sujetbild Saunaclub - rawpixel.com - Adobe Stock

Vor drei Wochen berichtete „Fass ohne Boden“, dass die Gegebenheiten am Semmering an die „letzten 80 Tage von Sodom und Gomorrha“ erinnern. Dies ist mittlerweile untertrieben, es gleicht einem Abgrund.

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Faksimile - Bewertung der kaufgegenständlichen Geschäftsanteile
Faksimile – Bewertung der kaufgegenständlichen Geschäftsanteile

„Raiffeisen-Mann“ bewertete das Panhans Hotel

Neueste Recherchen von Fass ohne Boden belegen die Verstrickungen am Semmering. Im Fokus ist der jetzige ÖVP-Bürgermeister Hermann Doppelreiter sowie jener „Raiffeisen-Mann“, der seit über zehn Jahren die wirtschaftlichen Fäden im voralpinen Raum zieht.

Die Tatsache, dass beide Personen von 2011 bis 2013 im Vorstand der regionalen Raiffeisenbank waren, die zum damaligen Zeitpunkt „Raiffeisenbank NÖ-Süd Alpin“ hieß, darf in diesem Zusammenhang nicht unerwähnt bleiben. Wenn man so will, beide Herren kennen sich seit 2011. Warum dies ein Geheimnis darstellt, lässt sich derzeit nicht beantworten. Doppelreiter wollte dies nicht erörtern.

Darüber hinaus beriet der „Raiffeisen-Mann“ mit seinem Unternehmen, einer Steuerkanzlei, die Gemeinde Semmering. Über die Kredite und die Beratungen berichtete Fass ohne Boden bereits.

Was aber bisher nicht bekannt war: Der „Raiffeisen-Mann“ war für die Bewertung der kaufgegenständlichen Geschäftsanteile des Hotels „Panhans“ verantwortlich. Dies ist dem „Anteilsabtretungsvertrag“ der mittlerweile insolventen „I B S Umwelt- und Verkehrstechnik Gesellschaft m.b.H.“ zu entnehmen. Der Geschäftsführer des Unternehmens war niemand geringerer als Thomas Schellenbacher, der später Nationalratsabgeordneter für die FPÖ wurde. Besonders spannend: Der „Raiffeisen-Mann“ engagiert sich auch beim ÖVP-Wirtschaftsbund in Niederösterreich. Mit anderen Worten, beim Deal am Semmering war ein ÖVP-Funktionär involviert.

Seltsame Verkehrsverhandlung zum „75-Tonnen-Holzklotz“

Wie der „Fass ohne Boden“-Redaktion aus den Kreisen einer Blaulichtorganisation zugetragen wurde, fand am 1.07.2022 eine Verkehrsverhandlung am Semmering statt. Begehrt hat die Verhandlung die Vertreterin vom „Kultur.Sommer.Semmering”, die selbst bei der Verhandlung nicht anwesend war.

Im Zuge des Lokalaugenscheines stellte die Verhandlungsleiterin von der Bezirkshauptmannschaft (= BH) Neunkirchen mehrere kritische Fragen dem Bürgermeister vom Semmering. Die Juristin der BH wollte wissen, ob für die entfallenen Parkplätze, die durch die Errichtung des „75-Tonnen-Holzklotzes“ wegefallen sind, vom Kultur.Sommer.Semmering eine „Parkplatzausgleichsabgabe“ entrichtet wurde. Der Whistleblower bestätigt gegenüber der „Fass ohne Boden“-Redaktion, dass beide Fragen vom Bürgermeister Doppelreiter mit „Nein“ beantwortet wurden. Dies habe in der Runde der Verkehrsverhandlung für fragende Gesichter gesorgt.

Die gestellten Fragen der Verhandlungsleiterin standen jedoch nicht im Zusammenhang mit dem Verhandlungsgegenstand, es ging um eine temporäre Änderung des Straßenverkehrs, daher wurden diese Fragen auch nicht im Protokoll angeführt.

Redaktion konfrontiert Bürgermeister Doppelreiter

Die Redaktion fragte beim ÖVP-Bürgermeister Doppelreiter nach. Dieser war zu einer schriftlichen Stellungnahme nicht bereit. Scheinbar waren die Fragen der Redaktion dem Bürgermeister unangenehm, da die Involvierung eines ÖVP-Angehörigen beim Panhans-Deal nun belegbar ist.

Womöglich hängt aber auch der Unwille des Bürgermeisters mit seinem vermeintlichen Ausscheiden aus dem „Kulturverein Semmering“ zusammen. Aber auch diese Frage wollte Doppelreiter nicht beantworten. Daher stellt sich die Frage: Will Doppelreiter etwas vertuschen? Warum ist er so wortkarg? Fass ohne Boden bleibt dran.

Aviso

Die Spuren rund um den Kauf der Hotels am Semmering, durch das ukrainische Netzwerk eines Oligarchen, führt mittlerweile zu einem elitären und konspirativen Saunaclub in die Bundeshauptstadt nach Wien. In den kommenden Tagen werden wir darüber berichten, wer einen „Wellness-Bereich“, gemeint ist ein Edelbordell, am Semmering errichten wollte.

 

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