Zölle belasten Milchmarkt

Redaktion
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Die österreichische Milchwirtschaft liefert Zahlen, von denen die Budgetplaner im Finanzministerium derzeit nur träumen können: Ein Exportplus von 135 Millionen Euro und ein satter Handelsüberschuss. Doch der Jubel über die 1,46 Milliarden Euro Exportvolumen wird durch die geopolitische Realität gedämpft.

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Aktueller Anlass: Die heimische Milchwirtschaft verzeichnet für die ersten drei Quartale 2025 einen neuen Rekordwert bei den Exporteinnahmen, sieht sich jedoch zeitgleich mit wachsenden Hürden im globalen Handel konfrontiert.

Wer sagt was:

  • Helmut Petschar: „Die Zahlen unterstreichen eindrucksvoll die Leistungsfähigkeit und Qualitätsstandards der heimischen Milchwirtschaft.“

Hintergrund: Österreich setzt im Gegensatz zur internationalen Massenware auf eine Hochpreis-Strategie durch „Qualität und Nachhaltigkeit“. Gentechnikfreiheit, hohe Bio-Anteile und Spezialprodukte wie Heumilch rechtfertigen die Preise, machen den Sektor aber abhängig von kaufkräftigen Exportmärkten.

Im Detail:

  • Exporte stiegen um 135 Millionen auf 1,46 Milliarden Euro, was trotz ebenfalls gestiegener Importe einen Außenhandelsüberschuss von 467 Millionen Euro sichert.
  • Der wichtigste Treiber ist dabei Käse, der mehr als die Hälfte der Ausfuhren ausmacht.

Was zu tun ist: Verbandspräsident Petschar fordert eine breite Herkunftskennzeichnung, um die hohen österreichischen Standards im Regal sichtbar zu machen. Gleichzeitig nimmt er die EU in die Pflicht: Sie muss die Nachteile ausgleichen, die durch willkürliche Strafzölle aus China und den USA entstehen.

Warum das wichtig ist: Die heimischen Betriebe investieren Millionen in Tierwohl und Verarbeitungsstandards, werden aber unverschuldet zur Geisel globaler Machtspiele. Während die Bauern liefern, versagt die Politik auf dem Parkett der internationalen Handelsbeziehungen.

Quelle:
ots.at

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