Staatssalon für den Gast: Im Palais Modena flogen die Korken – bezahlt vom Steuerzahler. Während die FPÖ nachbohrte, servierte Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) Kaffeetorten und Catering für den ehemaligen ÖVP-Innenminister Ernst Strasser, der in Österreich mit dem legendären Satz „Of course I’m a lobbyist“ zur internationalen Berühmtheit gelangt war.
Ernst Strasser Feier: 77 Gäste im Festsaal
Das Innenministerium lud zur offiziellen Sause. 61 prominente Wegbegleiter erschienen, um den 70er des langjährigen ÖVP-Politikers zu feiern.
- Prominenter Auflauf: Drei Ex-Minister, zwei Ex-Kanzler und die Verteidigungsministerin feierten im BMI.
- Polizeipräsenz: Sechs aktive oder ehemalige Führungskräfte mit Polizeifunktion gaben sich die Ehre.
- Offizieller Status: Das Ressort deklarierte den Auflauf frech als „offizielle, repräsentative Veranstaltung“.
Die Steuergeld-Rechnung
Zwischen den Zeilen: Für Raummiete zahlte das Ministerium keinen Cent, dafür flog das Geld bei externen Dienstleistern umso lockerer:
- Karl Trabitsch GmbH: 8.230,32 Euro für Catering, Personal, Equipment und Dekoration.
- Cafe Landtmann: 373,50 Euro flossen exklusiv für Festtorten.
- Blumen Engelmann: 100,00 Euro wurden für Blumensträuße verbucht.
- Bauhaus Depot GmbH: 20,95 Euro für Bilderrahmen.
Der ministerielle Spin
Nachgefragt: Auf Anfrage des FPÖ-Abgeordneten Reinhold Maier versuchte das Ressort, die Bewirtung als offizielle staatliche Notwendigkeit zu verkaufen.
- Protokollarischer Zweck: Die Gästewahl erfolgte laut Karner „dem Anlass entsprechend“.
- Keine Arbeitszeit vermerkt: Beamte organisierten das Event in der Dienstzeit – Stunden wurden natürlich nicht dokumentiert.
- Null Eigenmittel: Kein Cent der 8.724,77 Euro Gesamtkosten stammte aus Strassers Privatschatulle.
Roter Teppisch für Ernst Strasser
Ein ehemaliger Spitzenpolitiker bekommt im amtlichen Festsaal die rote Teppich-Behandlung, während der Bürger Rekordinflation schultern soll.
Warum das wichtig ist: Wenn das Innenministerium Steuergelder für die private Nostalgie-Party verbrennt, verkommt der Begriff des Dienstes am Staat zum Hohn.
Wer braucht schon Sparsamkeit, solange die Torte im Ministerium frisch aufgeschnitten wird.
Frank sagt:

