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Nord Stream: Zweiter Saboteur in Kroatien verhaftet

Ukrainer in Kroatien wegen Bombenanschlag auf Nord-Stream-Pipeline festgenommen.

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Chefredakteur | Chaos is Order. Do not fear the darkness.
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Auf einen Blick: Kroatische Behörden fassen den ukrainischen Taucher Vladimir Z. wegen des Anschlags auf die Nord-Stream-Pipelines. Während Polen den Verdächtigen zuvor deckte und die Justiz behinderte, zieht sich die Schlinge um das Kiewer Sabotage-Netzwerk nun endgültig zu.

Worum es geht: Der Zugriff erfolgte in der Küstenstadt Pula. Vladimir Z. wurde aufgrund eines europäischen Haftbefehls aus dem Jahr 2024 festgenommen. Die deutsche Bundesanwaltschaft wirft ihm vor, Teil jenes Kommandos zu sein, das im September 2022 die Gasleitungen Nord Stream 1 und 2 nahe der Insel Bornholm sprengte.

Details zur Festnahme:

  • Verdächtiger: Vladimir Z., ein ausgebildeter Kampftaucher.
  • Vorwurf: Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion, verfassungsfeindliche Sabotage und Zerstörung von Bauwerken.
  • Route: Die Gruppe startete von Rostock aus mit einer Segelyacht, die über Mittelsmänner und mit gefälschten Identitätsdokumenten angemietet wurde.

Polens politisches Spiel

Die andere Sicht: Der Fall Vladimir Z. ist ein diplomatisches Trümmerfeld. Bereits 2025 wurde der Mann in Polen festgenommen. Ein polnisches Gericht verweigerte jedoch die Auslieferung an Deutschland mit der absurden Begründung, die Tat sei im Kontext eines „Verteidigungskrieges“ erfolgt. Z. kam frei – ein offener Affront gegen die deutsche Justiz und die europäische Sicherheitspolitik.

  • Die deutsche Bundesanwaltschaft ließ nicht locker und fordert nun von Kroatien die sofortige Überstellung, damit der Verdächtige dem Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof vorgeführt werden kann.

Akteure im Hintergrund

Das Netzwerk: Die Ermittler gehen mittlerweile offen davon aus, dass die Saboteure nicht als „Privatpersonen“ handelten. Die Gruppe soll im Auftrag ukrainischer Staatsorgane agiert haben. Vladimir Z. ist bereits der zweite hochrangige Verdächtige in Haft:

  • Serhii K. (Serhiy Kuznetsov): Der ehemalige ukrainische Offizier wurde 2025 in Italien verhaftet und im Juli 2026 in Deutschland angeklagt. Er gilt als Drahtzieher der Operation.
  • Beide Männer bestreiten die Vorwürfe. Doch die Beweislast wiegt schwer. Die Explosionen am 26. September 2022 zerstörten nicht nur die wichtigste Route für russisches Gas nach Europa, sondern lösten auch eine der größten Methan-Freisetzungen der Geschichte aus.

Diplomatisches Nachspiel

Zwischen den Zeilen: Während Berlin und Kiew offiziell gute Miene zum bösen Spiel machen, brodelt es hinter den Kulissen. Die Weigerung Polens, den Saboteur auszuliefern, sorgte bereits für scharfe Kritik aus Budapest. Der ungarische Außenminister Peter Szijjártó verurteilte das polnische Vorgehen als inakzeptabel.

Warum das wichtig ist: Der Anschlag auf Nord Stream war kein Akt von Aktivisten, sondern staatlich orchestrierte Sabotage gegen die europäische Infrastruktur. Dass EU-Partner wie Polen Tatverdächtige deckten, entlarvt die Brüchigkeit der europäischen Solidarität, wenn es um geopolitische Interessen geht.

Quelle: brusselssignal.eu

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