Worum es geht: Die rot-pinke Stadtregierung bastelt an einer neuen Belastung für Kulturbesucher in Wien. Nachdem die NEOS eine Tourismus-Abgabe blockierten, soll der geplante „Kultureuro“ nun direkt von den Besuchern bei jedem Ticketkauf draufgezahlt werden.
Ich muss gestehen, ich habe zuerst an einen Aprilscherz geglaubt, da eine solche Maßnahme existenzbedrohend wäre, auch für die Staatsoper.
Bogdan Roščić, Staatsoperndirektor
Warum das wichtig ist: Namhafte Chefs der Wiener Kulturinstitutionen laufen Sturm gegen das Vorhaben der SPÖ-Stadträtin. Sie befürchten, dass die zusätzliche Besteuerung das Publikum abschreckt und die Häuser wirtschaftlich ruiniert.
- Bogdan Roščić: Der Staatsoperndirektor bezeichnete die Pläne als existenzbedrohend und hielt die Nachricht zunächst für einen Aprilscherz.
- Stella Rollig: Die Belvedere-Generaldirektorin rechnet mit mehr Schaden als Nutzen, da Preiserhöhungen den Kulturbesuch erschweren.
- Udo Guggenbichler: Der FPÖ-Wirtschaftssprecher kritisiert, dass die Bevölkerung zur Kasse gebeten wird, nur weil der Stadt das Geld ausgeht.
Zwischen den Zeilen: Der Konflikt innerhalb der Stadtregierung ist offensichtlich. Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler (SPÖ) gab zu, dass man sich mit den NEOS nicht auf eine Bindung an die Ortstaxe einigen konnte und deshalb nun dieses Ersatzmodell erarbeitet wird.
Wenn der Stadt Wien das Geld ausgeht, wird eben der Opernbesuch zum Luxusgut besteuert.
Frank sagt:

