Auf einen Blick: Die ab 2027 geplante Lkw-Maut auf drei burgenländischen Landesstraßen ist nach massiver Kritik vom Tisch. Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) und der burgenländische Wirtschaftskammerpräsident Andreas Wirth haben sich stattdessen auf schärfere Gewichtsbeschränkungen und ausgeweitete Fahrverbote geeinigt. Betroffen von der ursprünglichen Mautplanung wären nicht nur der Transit, sondern auch heimische Betriebe und der Lebensmittelhandel gewesen.
Worum es geht: Statt Kasse zu machen, wird das Netz dichtgemacht, um den Transit-Schwerverkehr auf das hochrangige Straßennetz zu zwingen. Die Gewichtsbeschränkungen auf Ost-West-Querungen sinken von bisher 7,5 Tonnen auf 3,5 Tonnen ab. Der internationale Transit rollt künftig streng über drei Korridore: im Norden über die Ostautobahn A4 im Bezirk Neusiedl am See, im Süden über die neue Schnellstraße S7 im Bezirk Jennersdorf sowie im Landeszentrum über die B61a zwischen dem Grenzübergang Rattersdorf und der S31.
Eine Lösung, die am Ende rechtlich nicht hält, hilft niemandem.
Christoph Zarits, ÖVP-Burgenland Landesparteiobmann
Warum das wichtig ist: Wer die Wirtschaft erst wochenlang mit Teuerungsängsten und Drohungen für den Handel verrückt macht und dann einknickt, regiert nicht, sondern verwaltet den Aufschrei. Zwar bleibt der Regionalverkehr laut Verkehrslandesrat Heinrich Dorner (SPÖ) unberührt und die landeseigene Verkehrskontrolle soll streng überwachen, doch die offenen Fragen zur Transparenz der bisher angefallenen Planungskosten bleiben im Raum stehen.
Wer mit der Brechstange eine Maut ankündigt, die am Ende nicht einmal die eigenen Betriebe verschont, darf sich über einen Bauchfleck nicht wundern.
Frank sagt:
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