Auf einen Blick: Die deutsche Bundesregierung hat über acht Millionen Euro in die Fischerei von Eritrea gepumpt. Rund 79.000 Menschen haben davon profitiert, wobei die Ziele bei Einkommen und Fangmengen meistens sogar übertroffen wurden. Trotz mühsamer Bürokratie vor Ort stehen jetzt neue Genossenschaften und funktionierende Kühlketten.
Worum es geht: Das Projekt des Entwicklungsministeriums (BMZ) lief von 2018 bis 2024 und sollte die Ernährungssicherung in dem ostafrikanischen Land stärken. Von den ursprünglich geplanten 10 Millionen Euro flossen am Ende 8,33 Millionen in den Aufbau von 266 Genossenschaften, Eisfabriken und Werkstätten für Bootsmotoren.
Unterstützung der Fischerei in Eritrea
Die Bundesregierung hat auf die Kleine Anfrage der AfD-Abgeordneten Rocco Kever, Matthias Rentzsch, Denis Pauli und weiterer Fraktionsmitglieder geantwortet (Drucksache 21/7786, Anfrage 21/7438).
- Das BMZ-Projekt heißt offiziell „Management von Fischerei-Ressourcen in Eritrea“ (IATI DE-1-201701242). Laufzeit 2018 bis 2024.
- Geplant: 10 Millionen Euro.
- Ausgezahlt: 8,33 Millionen Euro.
- Umgesetzt über den UN-Fonds IFAD.
- Partner vor Ort: das eritreische Ministerium für Meeresressourcen.
Insgesamt belegt das Programm, dass wirkungsorientiertes Fischereimanagement in fragilen Staaten einen substanziellen Beitrag zur Ernährungssicherung leisten kann.
Bundesregierung, Antwort auf Kleine Anfrage
Was Berlin als Erfolg verkauft
Wer sagt was: Die Bundesregierung räumt ein, dass die Effizienz durch „Herausforderungen im Beschaffungs- und Zahlungswesen Eritreas“ sowie Corona-Sperren gebremst wurde. Dennoch stieg die marine Fischproduktion massiv an – von 850 Tonnen im Jahr 2018 auf zuletzt 2.400 Tonnen.
- Einkommen: Die Haushalte an der Küste erreichten 125 Prozent des geplanten Einkommensziels.
- Produktivität: Mit 18.432 Tonnen pro Jahr wurde die Zielvorgabe von 16.000 Tonnen deutlich übersprungen.
- Frauenquote: Rund 49 Prozent der Begünstigten waren Frauen, was die Zielvorgabe von 30 Prozent weit übertrifft.
Warum das wichtig ist: Hilfe in autoritären Staaten ist immer ein Drahtseilakt zwischen echter Unterstützung und dem Versickern in dunklen Kanälen. Dass hier die Fangmengen in den Stauseen und an der Küste real gestiegen sind, zeigt, dass das Geld diesmal tatsächlich in den Booten der Kleinfischer gelandet ist.
In Eritrea zählt am Ende der volle Magen, nicht der perfekte Stempel aus dem Berliner Amt.
Frank sagt

