Auf einen Blick: Das Regime in Teheran setzt seine blutige Säuberungswelle gegen die eigene Bevölkerung fort. Ein Mann namens Majid Adineh (مجید آدینه) wurde am Sonntagmorgen hingerichtet, weil er angeblich für Israel und die USA agiert haben soll. Die Standardrhetorik eines Terrorstaates, der Angehörige der Opposition physisch vernichtet.
Worum es geht: Die Hinrichtungsmaschinerie der Mullahs läuft auf Hochtouren. Nach offiziellen Angaben des iranischen Portals „Mizan“ wurde das Todesurteil gegen einen Mann, der im Jänner nahe der Stadt Karaj festgenommen worden war, am frühen Sonntagmorgen vollstreckt. Es ist die zweite Hinrichtung im Kontext der Massenproteste innerhalb weniger Tage.
Die Vorwürfe: Das übliche Muster
Das große Ganze: Die iranische Justiz nutzt vage Konstrukte, um die Eliminierung von Regimegegnern zu legitimieren. Dem Hingerichteten wurde vorgeworfen:
- Tätigkeit für Israel und die USA, sprich Zusammenarbeit mit „feindlichen Gruppen“.
- Arbeit gegen die „nationalen Interessen“ und die Sicherheit des Irans.
Widersprüche: Trotz der Behauptung der Behörden, eine Schusswaffe beschlagnahmt zu haben, die bei den Protesten abgefeuert worden sein soll, wies der Beschuldigte bis zuletzt alle Vorwürfe zurück. In der Logik Teherans spielt die Beweislage keine Rolle; das Urteil dient der Einschüchterung der Opposition. Bei ihm wurde laut iranischer Darstellung folgende Untensilien gefunden:
- eine Benzinflasche
- eine Pistole mit drei Magazinen und Patronen
- 2 Elektroschocker
- 2 Tränensprays
- eine akkubetriebene Kettensäge
Iran im Krieg gegen das eigene Volk
Zwischen den Zeilen: Die Massenproteste im vergangenen Winter, ausgelöst durch die desolate Wirtschaftslage, entwickelten sich rasch zu einem Aufstand gegen die autoritäre Führung. Die Antwort des Staates war nackte Gewalt:
- Tausende Tote: Demonstranten wurden direkt auf der Straße durch Sicherheitskräfte getötet.
- Systematische Exekutionen: Erst am vergangenen Donnerstag wurde ein weiterer Mann im Zusammenhang mit den Protesten hingerichtet.
- Rekordzahlen: Laut Amnesty International wurden im vergangenen Jahr mindestens 2.159 Menschen im Iran hingerichtet – der höchste Wert seit 1981.
Warum das wichtig ist: Während westliche Diplomaten oft noch den Dialog suchen, sprechen die Zahlen eine andere Sprache. Das Regime nutzt Vorwürfe wie „Spionage“ oder „Gotteslästerung“, um jeden Funken von Freiheit im Keim zu ersticken.
Die strategische Ausrichtung gegen Israel und die USA dient dabei als ideologischer Treibstoff für den staatlich verordneten Mord.
Frank sagt:


