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Sloweniens Präsidentin: Russische Kontakte erschüttern das Vertrauen

Das Büro der Präsidentin weist alle Vorwürfe zurück.

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Chefredakteur | Chaos is Order. Do not fear the darkness.
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Auf einen Blick: Natasa Pirc Musar steht im Zentrum einer Sicherheitsaffäre um russische Seilschaften. Eine enge Freundin mit Verbindungen zu einem untergetauchten Ex-Geheimdienstler provoziert Forderungen nach einem Informationsstopp für das Staatsoberhaupt.

Worum es geht: Der Auslöser war ein banaler Verkehrsunfall am 31. Juli im Kastelec-Tunnel. Im Wagen der Präsidentin saß Viktorija Krivolucka, eine gebürtige Russin und langjährige Vertraute von Pirc Musar. Recherchen von „Dnevnik“ und der APA enthüllen nun die Brisanz dieser Personalie: Krivolucka war die Lebensgefährtin von Roman Jeglic.

Jeglic: Spion, Betrüger und russische Staatsbürgerschaft

Das große Ganze: Roman Jeglicist war Vize-Chef des ersten slowenischen Geheimdienstes (VIS) nach der Unabhängigkeit.

  • Der Jansa-Jäger: 1988 unterzeichnete Jeglic die Strafanzeige, die zur Verhaftung des heutigen Premierministers Janez Jansa führte.
  • Finanzskandal: Medien bringen ihn mit dem Schneeballsystem „Catch the Cash“ in Verbindung, das 1992 rund 120.000 Menschen um geschätzte 105 Millionen D-Mark (ca. 54 Millionen Euro) brachte.
  • Sibirische Spur: 2009 waren Krivolucka und Jeglic in derselben Wohnung im sibirischen Krasnojarsk gemeldet. Jeglic besitzt laut Berichten die russische Staatsbürgerschaft.
  • Krivolucka bestätigte die Verbindung, behauptet aber, seit 15 Jahren keinen Kontakt mehr zu haben. Jeglic tauchte Mitte der 1990er Jahre in Richtung Russland ab und blieb jahrelang vom Radar verschwunden.

Sicherheitsrisiko im Palast?

Integrität des Amtes: Die Präsidentin und Krivolucka scheinen Reisegefährtinnen zu sein. Passagierlisten belegen mindestens sieben gemeinsame Flüge seit 2015. Die letzte dokumentierte Reise führte Pirc Musar zum Jahreswechsel 2022 nach Moskau.

Wer sagt was: Der Abgeordnete Zan Mahnic (SDS) fordert die Geheimdienste SOVA und den militärischen Abschirmdienst auf, die Übermittlung von Sicherheitsberichten an die Präsidentin und ihr Büro einzustellen. Das Risiko eines Informationsabflusses sei zu hoch.

Die Faktenlage:

  • SOVA-Check: Der Geheimdienst prüfte Krivolucka 2016 bei ihrer Einbürgerung. Damals gab es keine Einwände. Experten wie Ex-SOVA-Chef Rajko Kozmelj fordern nun eine Überprüfung, da die Präsidentin ein Primärziel ausländischer Dienste sei.
  • Dementi: Man arbeite nicht mit russischen Spionagenetzwerken zusammen. Jegličc sei der Präsidentin unbekannt.
  • Politisches Beben: Oppositionsführer Robert Golob fordert die Einberufung des Nationalen Sicherheitsrates.

Warum es wichtig ist: Der Fall weitet sich aus. Jeglic selbst meldete sich kürzlich aus Bohinj zu Wort und gab sich kryptisch: „Alles wird sich fügen.“ Neben der russischen Spur steht der Vorwurf israelischer Einflussnahme durch die Firma „Black Cube“ im Raum, die den Wahlkampf im März maßgeblich mitgestaltet haben soll. Slowenien wählte zuletzt am 22. März 2026.

Für die Präsidentin fügt sich derzeit vor allem ein Bild zusammen, das ihre sicherheitspolitische Zuverlässigkeit massiv infrage stellt.

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