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Scharfes Maßnahmenpaket für Ungeimpfte wird erwartet

Redaktion
Redaktion 2 Min Read
Wolfgang Mückstein mit Werner Kogler und Sebastian Kurz - Dragan Tatic - BKA

Die Regierung präsentiert am Mittwoch, verspätet aber doch, ein neues Maßnahmenpaket zur Eindämmung der Coronazahlen. In der Früh trafen die Landeshauptleute sowie Experten im Kanzleramt ein. Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) sprach im Vorfeld von einem Stufenplan, der in Abhängigkeit von der Auslastung der Intensivbetten aktiviert werden soll. Differenziert werden soll dabei zwischen Geimpften und Ungeimpften.

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“Es macht keinen Sinn, dass wir Geimpften den Zutritt zu irgendwelchen Veranstaltungen verwehren”, sagte Mückstein in einem Interview. Als mögliche Maßnahmen nannte er die Ausweitung der Maskenpflicht sowie Zutritt zu bestimmten Veranstaltungen und Nachtgastronomie nur noch für Geimpfte. Ihnen dürften zumindest eine gewisse Zeit lang auch die Genesenen gleichgestellt werden, denn diese hätten sechs Monate lang einen ähnlich guten Infektionsschutz wie Geimpfte, betonte Mückstein.

Konkrete Details wollte Mückstein vor den Mittwoch geplanten Gesprächen mit den Ländern nicht nennen: “Das ist wichtig und gehört sich auch.” Als mögliche Schwellenwerte für die Stufenplan nannte der Minister eine Auslastung von zehn, 15 oder 20 Prozent der Intensivbetten. Stärken will er auch die Durchimpfung. 60 Prozent seien “zu wenig”. Einen neuerlichen Lockdown für Geimpfte hatten zuvor auch Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) ausgeschlossen.

Einmal mehr kritisch äußerte sich Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) bei seinem Eintreffen. Die Situation sei eine ernste, es müsse ein konsequentes Paket geschnürt werden. Gefragt, ob die Schritte zu spät kommen, verwies Ludwig darauf, dass Wien früher schärfere Schritte (etwa bei der Maskenpflicht) als Rest-Österreich gesetzt hatte. Zum geplanten “Stufenplan” betonte Ludwig, dass man in Wien schon lange auf die Auslastung in den Intensivstationen schaue. Es gelte jetzt, auf den Ernst der Situation einzugehen, auf die Experten und Intensivmediziner zu hören und auf die Mitarbeiter in der Pflege.

Er werde jedenfalls vorschlagen, dass man betreffend der Maßnahmen mit einer 1G bzw. 2G-Regel (inklusive der Genesenen, Anm.) in der Nachtgastronomie beginnen sollte. Diese sei auch sehr kooperativ, weil man dort wisse, dass die Alternative ein Lockdown wäre.

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