Selenskij präsentiert F-16-Kampfjets

Die Ukraine hat erstmals F-16-Kampfjets aus US-Produktion im Einsatz. Präsident Wolodimir Selenskij kündigte die Ankunft der Flugzeuge bei einer Zeremonie an, doch es mangelt an ausgebildeten Piloten. Währenddessen verschärfen sich die Kämpfe im Osten des Landes.

Redaktion
Sujetbild Kampfflugzeug - WikiImages - Pixabay

Präsident Wolodimir Selenskij verkündete stolz, dass die Ukraine die ersten F-16-Kampfjets von den USA erhalten habe. „Dies ist eine neue Entwicklungsstufe für die Luftwaffe der ukrainischen Streitkräfte“, sagte er bei einem Treffen mit Luftwaffenpiloten auf einem Flugplatz. Selenskij präsentierte die Jets am Sonntag vor Journalisten an einem geheimen Ort und betonte: „Nun ist es Wirklichkeit. Wirklichkeit an unserem Himmel. F-16 in der Ukraine.“

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Zu wenig Piloten

Obwohl die Ukraine lange auf diese Jets gewartet hat, gibt es immer noch Probleme. Selenskij erklärte, dass die Anzahl der vorhandenen F-16 und der ausgebildeten Piloten nicht ausreicht. Die Ukraine erwartet jedoch weitere Lieferungen und Unterstützung bei der Ausbildung ihrer Piloten. Westliche Medien berichteten, dass bisher zehn Maschinen übergeben wurden und insgesamt mehr als 60 Jets zugesagt sind. Die Piloten werden von den Niederlanden, Dänemark, Norwegen und Belgien ausgebildet, während Waffen und Ausrüstung aus den USA stammen.

Kämpfe in Tschassiw Jar

Während die Ukraine ihre Luftwaffe modernisiert, verschärfen sich die Kämpfe im Osten des Landes. Russische Truppen rücken in der strategisch wichtigen Kleinstadt Tschassiw Jar vor. Der Siwerskyj-Donez-Donbass-Kanal, der bisher eine natürliche Verteidigungslinie gebildet hatte, wurde an mehreren Stellen von russischen Einheiten überschritten. Das US-Institut für Kriegsstudien (ISW) berichtete, dass russische Truppen westlich des Kanals operieren. Der ukrainische Generalstab meldete 140 Gefechte seit Samstagmorgen an den Fronten im Osten und Süden, was auf intensive Kämpfe hindeutet.

Evakuierungen in Donezk

In der Region Donezk, zu der auch Tschassiw Jar gehört, wurde die Evakuierung von Kindern und deren Aufsichtspersonen angeordnet. Dies ist eine Reaktion auf die täglichen Bombardements durch Russland. Die Stadt Tschassiw Jar liegt westlich der Stadt Bachmut, die 2023 nach monatelangen Kämpfen von Russland erobert wurde. Seitdem war Tschassiw Jar ein Bollwerk, das wichtige Städte im ukrainischen Hinterland absicherte.

Defensive im Osten und Süden

Die ukrainische Armee ist seit langem in der Defensive und musste sich in den vergangenen Wochen an mehreren Orten zurückziehen. Die Eröffnung einer zweiten Front durch Russland bei Charkiw im Mai hat die Ukraine gezwungen, Truppen dorthin zu verlegen. Diese fehlen nun an anderen Frontabschnitten. Trotzdem ist der russischen Armee bei ihrer Sommeroffensive noch kein entscheidender Durchbruch gelungen.

Fazit und Ausblick

Die Ankunft der F-16-Kampfjets markiert einen wichtigen Schritt für die Ukraine, doch die Herausforderungen bleiben groß. Die Ausbildung der Piloten muss beschleunigt werden, und die militärische Lage im Osten und Süden des Landes bleibt angespannt. Die Evakuierungen in der Region Donezk und die intensiven Kämpfe zeigen die Dringlichkeit der Lage.

Quelle

kurier.at

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