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153 Prozent mehr Vergewaltigungen

529 brutale Sexverbrechen mehr als noch 2015.

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In drei Sätzen: Die offiziellen Zahlen des Innenministeriums zeigen einen massiven Anstieg bei Vergewaltigungen und sexueller Belästigungen seit dem Jahr 2000 – so hat sich die Zahl der Vergewaltigungsanzeigen mehr als verdoppelt. Und besonders fällt auf: Vom Jahr 2015 bis zum Jahr 2024 erhöhte sich die Anzahl der Vergewaltigungen von 826 Anzeigen auf 1.355 Anzeigen, das ist ein Plus von 529 Fällen.

Der Auslöser: Die offiziellen Zahlen des Bundesministeriums für Inneres lügen nicht – seit dem Jahr 2000 explodiert die Zahl der angezeigten Sexualstraftaten. Die Fälle von Vergewaltigungen (§ 201 StGB) im Jahresvergleich: 2000 waren es 536 Anzeigen, 2015 exakt 826 Anzeigen, dann 2020 bereits 962 Anzeigen und 2024 waren es 1.355 Anzeigen. Das ist ein Plus von 152,8 Prozent seit dem Jahr 2000.

Die Zahlen: Bei dem Straftatbestand sexuelle Belästigung und öffentliche geschlechtliche Handlungen (§ 218 StGB) steigen ebenso die Zahlen: 2015 waren es 1.228 Anzeigen, 2020 dann 1.494 Anzeigen und 2024 bereits 2.187 Anzeigen.

Wer sagt was: Frauenschutzorganisationen wie frauenberatung.at schlagen seit Jahren Alarm. Experten von Statistik Austria bestätigen die dramatische Entwicklung. Die Politik lobt hingegen Präventionsprogramme und gesetzliche Verschärfungen.

Die andere Sicht: Die Regierung verweist auf „höhere Anzeigebereitschaft“ und eine gute Präventionsarbeit, es wird sogar von gesellschaftlichem Fortschritt gesprochen, der eine offene Kommunikation über Sexualstraftaten fördert. Was aber im Jahr 2015 begann, das muss hier nicht nochmals erwähnt werden, die Zahlen des Innenministeriums lassen wenig Raum für ein Schönreden.

Warum das wichtig ist: Sexuelle Gewalt ist also kein Randproblem, die Zahl der Anzeigen steigt seit Jahrzehnten, das Dunkelfeld bleibt gigantisch, die Verurteilungsquote ist viel zu gering. Österreich braucht endlich harte Strafen, schnellere Verfahren und einen echten Opferschutz statt weiterer Studien. Die ÖVP-SPÖ-NEOS-Bundesregierung muss bei sich selbst sparen – nicht bei den Betroffenen.

Quellen:
Parlamentarische Anfragen und BMI-Auskünfte
Bundesministerium für Inneres / Bundeskriminalamt: Polizeiliche Kriminalstatistik 2024
frauenberatung.at: Zahlen und Fakten zu sexueller Gewalt (11/2025)
Statistik Austria: Geschlechtsspezifische Gewalt gegen Frauen 2021 & Gerichtliche Kriminalstatistik

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