Iranischer Präsident - Masoud Pezeshkian - President of the Islamic Republic of Iran - Runway FoB AI

20 Jahre sind genug

Nach hartem Kurs signalisiert Trump neue Kompromissbereitschaft beim Iran.

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In drei Zeilen: Erst der Krieg, dann die Kehrtwende. Jahrelang pochte Donald Trump auf ein permanentes Ende des iranischen Atomprogramms. Jetzt, nach einem 12-tägigen Krieg, soll ein 20-Jahres-Moratorium plötzlich ausreichen.

Der Auslöser: An Bord der Air Force One, auf dem Rückflug von einem Gipfel in China, ließ der US-Präsident die Bombe platzen und verschiebt die Forderung. Die neue Linie wurde Reportern quasi zwischen Tür und Angel diktiert.

Wer sagt was: „Zwanzig Jahre sind genug, aber das Garantieniveau von ihnen ist nicht genug“, so Trump über Teherans jüngstes Angebot. Er fügte hinzu: „Mit anderen Worten, es müssen echte 20 Jahre sein.“ Gleichzeitig behauptet er, er habe den jüngsten Vorschlag weggeworfen: „Wenn sie irgendeine Form von Atom haben, lese ich den Rest nicht.“

Das Sittenbild: Offiziell galt die Forderung nach einer „vollen Kapitulation“ und einem permanenten Ende von Irans nuklearen Ambitionen. Der Präsident selbst pfeift nun auf die eigene Propagandamaschine und macht Politik per Ansage.

Das große Ganze: Der politische Schwenk kommt nicht aus dem Nichts. Ein 12-tägiger Krieg hat Irans Fähigkeit zur Anreicherung von neuem Material vorerst zerstört. Seit einem von Pakistan am 8. April vermittelten Waffenstillstand wurden bereits mehrere Friedensvorschläge zwischen den USA und dem Iran ausgetauscht.

Zwischen den Zeilen:

  • Der entscheidende Hebel ist Irans verbleibender Vorrat von rund 440 Kilogramm hochangereichertem Uran. Washington besteht darauf, dass Teheran dieses Material vollständig aushändigt.
  • Trump behauptet, die Iraner hätten ihm gesagt, nur die USA und China besäßen die Ausrüstung, um den von ihm so bezeichneten „nuklearen Staub“ zu entfernen.

Follow the money: Auch wenn keine konkreten Zahlen vorliegen, ist der Druck zur Beendigung des militärischen Einsatzes ein wesentlicher Treiber für die plötzliche Kompromissbereitschaft. Ein Deal ist schlicht billiger als eine endlose militärische Auseinandersetzung.

Die andere Sicht: Teheran verhandelt aus einer Position der Schwäche, nachdem seine Anlagen zerstört wurden. Dennoch hat das Regime mit dem Uranvorrat ein wertvolles Druckmittel in der Hand. Das jüngste Friedensangebot des Iran, das Trump erst vor wenigen Tagen als „total inakzeptabel“ bezeichnete, bildet nun offenbar doch eine neue Verhandlungsgrundlage.

Warum das wichtig ist: Was gestern noch eine rote Linie war, ist heute ein potenzieller Deal. Diese Art von „Diplomatie“ ist unberechenbar. In Zukunft wird es wohl auch ein Buch geben, das dann heißt „Die Kunst des Deals“.

Quellen: Politico.eu

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