Auf einen Blick: Ein 48-jähriger Verdächtiger hält die deutsche Polizei mit Sprengstofffunden und Anschlägen auf das Stromnetz in Atem. Während in mehreren Bundesländern Sabotagevorrichtungen an Hochspannungstrassen auftauchen, durchkämmt ein Großaufgebot den Hambacher Forst bei Köln. Am Ende steht die bittere Erkenntnis, wie verwundbar die kritische Infrastruktur gegen radikale Einzeltäter tatsächlich ist.
Worum es geht: Die Ermittler jagen einen Mann aus Gevelsberg, der den Kampf gegen fossile Brennstoffe offenbar mit gefährlicher Gewalt führt. In seiner Wohnung wurde bereits Sprengstoff sichergestellt, nun konzentriert sich die Suche auf die verbliebenen Baumhäuser im Waldgebiet.
- Das Arsenal: Die Polizei entdeckte zwölf Sprengvorrichtungen an Trassen in Ostsachsen. Zuvor wurden bereits selbstgebaute Raketen und Abschussvorrichtungen gegen die Stromversorgung eingesetzt.
- Der Zugriff: Rund 100 Polizeifahrzeuge rückten an, um den Verdächtigen oder Spuren in seinem Umfeld zu finden. Ein Spezialeinsatzkommando stürmte zudem einen umgebauten Lkw, fand den Mann dort aber nicht.
- Die Botschaft: In Bekennerschreiben, die der Polizei vorliegen, wird die Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen als „Verbrechen“ bezeichnet, was die Ermittler von „Klimaterrorismus“ sprechen lässt.
Wer im Namen des Klimaschutzes die Stromversorgung von Krankenhäusern gefährde, der rette nichts, sondern gefährde Leben.
Herbert Reul, NRW-Innenminister:
Warum das wichtig ist: Wenn Ideologie in handfeste Sabotage umschlägt, trifft das nicht die Energiekonzerne, sondern die Stabilität der gesamten Versorgung. Die Politik fordert jetzt hastig mehr Zäune und Kameras, doch der Fall zeigt, dass ein entschlossener Einzeltäter ausreicht, um ganze Kraftwerksblöcke kurzzeitig zur Abschaltung zu zwingen.
Wer für das Weltklima die Lichter in den Spitälern ausknipst, hat den Unterschied zwischen Aktivismus und Terrorismus längst im dunklen Wald verloren.
Frank sagt:

