Kampfansage vor Kongress

Trump präsentiert optimistische Agenda trotz juristischer Rückschläge im Handelskonflikt.

Donald Trump - White House - Runway FoB AI
Redaktion
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In drei Sätzen: US-Präsident Donald Trump verteidigte vor dem US-Kongress in Washington seine politische Agenda und beschwor dabei einen historisch positiven Zustand der Nation. In der knapp zweistündigen Rede präsentierte er eine konfrontative Wirtschaftsstrategie sowie eine strikte Außenpolitik, während er gleichzeitig scharfe Angriffe gegen seine politischen Kontrahenten richtete. Demokraten und Systemmedien versuchen dennoch seine Politik schlecht zu reden.

Der Auslöser: Anlass der Rede war die jährliche Ansprache zur Lage der Nation, in der Trump auf ein Urteil des Supreme Court reagierte, das zentrale Elemente seiner bisherigen Zollagenda für unzulässig erklärt hatte.

Wer sagt was: In seiner Ansprache erklärte Donald Trump selbstbewusst: „Wir sind besser, größer und reicher als je zuvor“. Mit Blick auf die Wirtschaftsentwicklung warf er seinen Gegnern vor: „Ihre Politik hat die hohen Preise verursacht, unsere Politik beendet sie rasch“. Zum Konflikt mit Teheran betonte der Präsident: „Ich werde niemals zulassen, dass der weltweit größte Förderer des Terrors, der sie bei weitem sind, eine Atomwaffe besitzt“.

Das Sittenbild: Das politische Klima in Washington bleibt tief gespalten, was sich insbesondere bei den Themen Migration und Wahlrecht durch die demonstrative Verweigerung der Demokraten zeigte.

Zwischen den Zeilen:

  • Der Supreme Court stoppte zentrale Elemente der bisherigen Zollagenda mit einer knappen Mehrheit.
  • Die neue Rechtsgrundlage für diese Zölle wurde bisher von keinem US-Präsidenten genutzt.
  • Vizepräsident JD Vance soll künftig eine Taskforce zur Bekämpfung von Steuerbetrug leiten.
  • Die NATO-Partner sollen ihre Verteidigungsausgaben bis zum Jahr 2035 auf ein Ziel von 5 % des BIP erhöhen.

Follow the money: Trump verfolgt das Ziel, Zolleinnahmen so weit zu steigern, dass diese potenziell die Einkommensteuer ersetzen könnten.

Die andere Sicht: Der Oberste Gerichtshof der USA fungiert als institutioneller Gegenspieler, indem er wichtige Teile von Trumps Handelsagenda für unzulässig erklärte. Zudem beurteilen viele US-Bürger laut Umfragen die wirtschaftliche Lage aufgrund der hohen Lebenshaltungskosten deutlich skeptischer als die Regierungsspitze.

Warum das wichtig ist: Die Rede markiert den Beginn eines aggressiven Wahlkampfjahres, in dem Trump versucht, juristische Niederlagen in politische Mobilisierung umzumünzen. Sein Erfolg wird davon abhängen, ob die angekündigten Maßnahmen gegen die Teuerung rechtzeitig bei den Wählern ankommen oder ob die rechtlichen Hürden seine Handlungsfähigkeit dauerhaft einschränken.

Quelle: tichyseinblick.de

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