In drei Sätzen: Der Großhandelspreisindex stieg laut Statistik Austria im März 2026 um 5,4 Prozent zum Vorjahr. Mineralölerzeugnisse und Treibstoffe treiben die Lebenshaltungskosten weiter extrem nach oben: Sie verteuerten sich drastisch um bis zu 35,6 Prozent. Benzin und Diesel lagen um 27,2 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Die „Spritpreisbremse“ der Bundesregierung sollte nun im April etwas die Preisentwicklung bremsen.
Der Auslöser: Auch mit dem Waffenstillstand in Nahost bleiben die Lieferketten fast komplett unterbrochen, der Iran kontrolliert weiterhin die Straße von Hormus, Raffinerien und Ölverlade-Terminals am Persischen Golf sind zerstört. Obwohl sich der Konflikt schon vor Monaten abzeichnete, hat die Dreierkoalition keine Gegenmaßnahmen ergriffen, keine zusätzlichen Treibstoff-Vorräte angelegt, die Gasspeicher nicht aufgefüllt – der Füllstand pendelt schon seit Wochen bei nur noch 35 Prozent.
Wer sagt was:
- Manuela Lenk (fachstatistische Generaldirektorin, Statistik Austria) erklärt: „Die Verkaufspreise im österreichischen Großhandel lagen im März 2026 mit 5,4 Prozent deutlich über dem Vorjahreswert. Den größten Einfluss auf diese Entwicklung hatten Mineralölerzeugnisse und Treibstoffe.“
- Und: „Solche hohen Steigerungen gab es zuletzt im Februar 2023.“
Zwischen den Zeilen:
- Sonstige Mineralölerzeugnisse verteuerten sich um 35,6 Prozent.
- Motorenbenzin inklusive Diesel stieg um 27,2 Prozent.
- Uhren und Schmuck kletterten um 15,7 Prozent.
- Kaffee, Tee, Kakao und Gewürze wurden um 12,6 Prozent teurer.
- Informations- und Kommunikationstechnik legte um 11,3 Prozent zu.
- Nicht-Eisen-Metalle verteuerten sich um 9,7 Prozent.
- Im Monatsvergleich explodierten die Mineralölerzeugnisse sogar um 39,8 Prozent.
- Treibstoffe folgten mit plus 29,5 Prozent.
Follow the money: Jede Prozentsteigerung im Großhandel belastet die österreichischen Haushalte mit hunderten Millionen Euro zusätzlich. Die Energie- und Wirtschafts-Krise frisst sich noch tiefer in die Taschen der Bürger. Und zeitgleich fließen weiter Milliarden an Steuergeld an die Ukraine (3,2 Milliarden Euro bisher, dazu eine weitere Haftung für 2,5 Milliarden Euro) sowie Millionen an das von einem Ex-Terroristen geführte Syrien.
Die andere Sicht: Offizielle Stellen sprechen von „temporären Marktentwicklungen“ – Österreichs Bundesregierung will keine Verantwortung für die Krise übernehmen, sie verweist auf „globale Faktoren“. Die Faktenlage zeigt jedoch klare hausgemachte Abhängigkeiten, etwa die EU-Sanktionspolitik und eine fehlende Realpolitik mit Russland – das treibt zusätzlich die Preise. Neutrale Energiepartnerschaften fehlen weiterhin.
Warum das wichtig ist: Die dramatische Teuerungswelle entlarvt ein Systemversagen – trotz zahlreicher Anzeichen hat die Dreierkoalition nicht reagiert und nicht vorgesorgt, sondern sich auf Randthemen konzentriert. Jetzt steigen die Preise weiter, die Kosten für Transport und Lebensmittel erhöhen sich dramatisch, Österreichs Wirtschaft wird noch mehr belastet, noch mehr Firmen werden schließen, die Arbeitslosigkeit steigt weiter, die Sozialausgaben explodieren, die Steuereinnahmen sinken – der Energie-Krise folgt eine Budgetkrise. Und die ÖVP-SPÖ-NEOS-Bundesregierung verweigert weiterhin ein Aussetzen der CO2-Steuer – und die Koalition spricht sogar schon von neuen Steuern, die eine ohnehin schon kaum verkraftbare Belastung weiter erhöhen.
Quelle: Aktuelles Statement der Statistik Austria
