In drei Sätzen: Das eigene TV-Projekt des Medienministers und Vizekanzlers dürfte nicht wirklich so durchstarten, wie sich das SPÖ-Bundesparteivorsitzender Andreas Babler wohl erwartet hat – vor neun Tagen wurde der bisher letzte Beitrag auf Youtube veröffentlicht, nur 373 von neun Millionen Österreichern sahen sich den Stream an. Auf X wird bereits darüber diskutiert, dass die TV-Initiative der SPÖ gescheitert sei.
Der Auslöser: Bei SPÖ1 sollte alles noch besser sein wie bei FPÖ-TV, das schon 2012 gegründet worden ist und hunderte Millionen Views erreicht hat – eine stets leidend-verzwickt blickende SPÖ1-TV-Moderatorin sollte die wichtigsten Themen der Sozialdemokraten präsentieren, der SPÖ-Chef sollte immer wieder optimal mit seinen Events vorkommen. Doch dazu bräuchte es finanzielle Mittel und eine TV-Kompetenz, beide Voraussetzungen sind im verfallenden SPÖ-Hauptquartier an der Löwelstraße nicht wirklich vorhanden. Die Folge: katastrophal schlechte Zuseher-Zahlen. So kam die aktuellste Sendung, die auf Youtube zu finden ist („Schulterschluss gegen Gewalt an Kindern“), auf lediglich 373 Views. Der Livestream zum SPÖ-Bundesparteitag war hingegen beliebter: Immerhin 12.000 Views dokumentiert dazu Youtube.

Zwischen den Zeilen:
- SPÖ1 wurde am 26. Oktober 2025 gestartet, in 230 Tagen kam der Parteisender auf lediglich 4630 Abonnenten auf Youtube
- Seit dem Start wurden von der SPÖ1-Mannschaft nur 278 Videos produziert (Quelle Youtube), also nur etwas mehr als eines pro Tag.
- FPÖTV hat 246.000 Abonnenten (Quelle Youtube), 8014 Videos sind abrufbar.
Das große Ganze: Österreichs Medienminister, der beim ORF zumindest am Rande etwas mitmischen wollte, scheitert mit seinem eigenen TV-Projekt: Nicht einmal alle 140.000 SPÖ-Parteimitglieder wollen sehen, was SPÖ1 zeigt. Ein medialer Mobilisierungsversuch endet in der Bedeutungslosigkeit. Andreas Babler wollte mit seinem Sozialisten-Fernsehen besser sein als oe24TV, krone.TV und natürlich auch besser als FPÖTV – und scheitert.
Warum das wichtig ist: Ein Vizekanzler der unbeliebten ÖVP-SPÖ-NEOS-Regierung will zeigen, dass er besseres TV liefern kann, als alle anderen Player in Österreich und liefert dabei einen gewaltigen Bauchfleck. Die dabei zu erkennende Hybris eines angeblichen Volksvertreters dokumentiert die Abgehobenheit der Dreierkoalition, die zwar bei den Geringverdienern und gehandicapten Arbeitnehmern noch mehr abkassieren will, aber zeitgleich Pisse-Künstlerinnen auf der Biennale in Venedig mit 600.000 Euro Steuergeld sowie ein Pornofilm-Festival und eine Film-Doku über Babler mit unserem Steuergeld subventioniert.
Arroganter Hochmut trifft auf totale Bedeutungslosigkeit.
Frank sagt:

