Auf einen Blick: 95,9 Prozent der ÖAAB-Delegierten haben August Wöginger in Haag wiedergewählt. Im Mai 2026 war er erstinstanzlich wegen Anstiftung zum Amtsmissbrauch in der Finanzamt-Causa Braunau zu sieben Monaten bedingter Haft und 43.200 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Er trat als ÖVP-Klubobmann zurück, den ÖAAB-Sessel und das Nationalratsmandat behielt er.
Worum es geht: Die eigene Organisation hält fest, was draußen längst wackelt. FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz sagt, die Wahl zeige, wie weit sich die ÖVP von den Menschen entfernt hat. Ihm zufolge geht es nur noch um Posten und Pfründe, und SPÖ und NEOS schauen zu, solange die Koalition hält.
- Wahl: Kein Gegenkandidat, 95,9 Prozent in Stadt Haag, ÖAAB-Obmann seit 2016.
- Urteil: Erstinstanzlich schuldig, Rechtsmittel eingelegt, Klubchefsessel weg, Rest der Ämter geblieben.
- Linie: Schnedlitz fordert sofortige Neuwahlen vom Bund bis in die Länder.
Dieser Partei geht es um Machterhalt und darum, auf ihren Posten zu bleiben – koste es, was es wolle.
Michael Schnedlitz, FPÖ-Generalsekretär:
Warum das wichtig ist: Du zahlst die Behörde, die Partei besetzt sie. Das Linzer Urteil hat die Intervention beim Finanzamt Braunau als Amtsmissbrauch gewertet. Wer danach mit fast 96 Prozent intern bestätigt wird, sagt Dir, dass die Delegierten das System schützen, nicht die Steuerzahler.
Cosa Nostra war gestern. In der ÖVP heißen die Gefälligkeiten jetzt Delegiertenbeschluss.
Frank sagt:
Go depper:

