In drei Zeilen: Der Chef des wertvollsten europäischen Tech-Konzerns ASML, Christophe Fouquet, rechnet knallhart mit der Digitalpolitik der Europäischen Kommission ab. In Veldhoven warnt er vor massiven Wettbewerbsnachteilen durch das europäische KI-Gesetz (AI Act). Brüssels Regulierungswut vertreibe die Industrie, bevor überhaupt ein Markt entstehen kann.
Der Auslöser: Die Europäische Kommission versucht panisch, durch den restriktiven AI Act und milliardenschwere Subventionen den Anschluss an die USA und China zu erzwingen. Stattdessen revoltieren die eigenen Industriegiganten. ASML-Chef Christophe Fouquet bricht das Schweigen und stellt klar, dass Brüssel Barrieren errichtet, bevor Unternehmen überhaupt laufen gelernt haben.
Wer sagt was:
- „Wenn sie es hier nicht tun können, werden sie es woanders tun“, warnt Christophe Fouquet, CEO von ASML. Er kritisiert das Prinzip, erst alles extrem komplex zu machen und dann durch „Omnibus-Pakete“ vereinfachen zu wollen.
- Thomas Regnier, Sprecher der Europäischen Kommission, flüchtet sich in die übliche PR-Prosa und behauptet, der AI Act unterstütze Innovationen, da Vertrauen zu mehr Investitionen führe.
Das Sittenbild: Es ist das klassische Trauerspiel der Brüsseler Bürokratie. Beamte, die noch nie ein Unternehmen von innen gesehen haben, zäunen einen Markt ein, den es in Europa noch gar nicht gibt. Während die USA und China funktionierende KI-Systeme bauen, baut die EU die schönsten Verbotsschilder der Welt.
Das große Ganze: Die europäische Digitalstrategie entpuppt sich als planwirtschaftliches Desaster. Der Kontinent droht technologisch vollständig in die Bedeutungslosigkeit abzurutschen.
- Marktentkopplung: Unglaubliche 99 Prozent der Maschinenverkäufe von ASML gehen an Kunden außerhalb Europas.
- Subventionswahnsinn: Der Versuch, mit Steuergeldern Chipfabriken anzusiedeln, scheitert an der Realität – der Einsturz des Intel-Projekts in Deutschland zeigt, dass der Bedarf vor Ort fehlt.
- Abwanderung: Konzerne wie Airbus, Siemens und ASML drohen offen mit der Verlagerung von Entwicklungsabteilungen in Regionen mit funktionierender Gesetzgebung.
Bürokratie-Sprech:
- Fakt: Die EU versucht, die überbordenden Regeln des AI Acts nachträglich durch sogenannte „Omnibus-Pakete“ zu vereinfachen.
- Analyse: Es ist der blanke Irrsinn: Erst erschafft man ein bürokratisches Monster, das Innovationen im Keim erstickt, um es danach unter großem bürokratischem Aufwand ein bisschen weniger restriktiv zu machen.
- Warum wichtig: Diese Arbeitsweise schreckt Investoren ab, die rechtzeitige Planungssicherheit statt Brüsseler Reparatur-Bürokratie brauchen.
Zwischen den Zeilen: Hinter den Kulissen brennt die Hütte, und die Eurokraten versuchen hastig zu kitten, was sie selbst zertrampelt haben.
- Die im Mai beschlossenen „Vereinfachungspakete“ sind das offizielle Eingeständnis, dass das eigene Gesetz in der Praxis unbrauchbar ist.
- Der bürokratische Hochmut verhindert, dass Gesetze gemeinsam mit den betroffenen Unternehmen geschrieben werden.
- Staatliche Bevorzugung europäischer Firmen bei Ausschreibungen verpufft, weil es schlicht keine konkurrenzfähigen heimischen Produkte gibt.
Follow the money: Brüssel will Milliarden in Datenzentren und Fabriken pumpen, für deren Produkte es in Europa keine Abnehmer gibt. Würde eine hochentwickelte Chipfabrik in Europa stehen, müsste die gesamte Produktion in die USA exportiert werden. Der europäische Steuerzahler subventioniert also mit Milliarden die technologische Infrastruktur für amerikanische Tech-Giganten, weil die EU-Regulierung den heimischen Markt blockiert.
Die andere Sicht: Die Europäische Kommission beharrt darauf, dass strenge Regeln das Vertrauen der Verbraucher stärken. Dieses Vertrauen, so die Theorie aus dem Elfenbeinturm, werde dann wie von Zauberhand zu einem Boom bei den Investitionen führen.
Schizophrenie in Zahlen:
- Fakt: ASML ist das wertvollste Tech-Unternehmen Europas und erzielt dennoch 99 Prozent seines Umsatzes außerhalb des eigenen Heimatkontinents.
- Analyse: Die EU-Kommission träumt von digitaler Souveränität, während der einzige globale Tech-Champion des Kontinents seine Produkte fast ausschließlich nach Asien und in die USA liefert, weil der europäische Markt technologisch im Tiefschlaf liegt.
- Warum wichtig: Es zeigt das fundamentale Versagen der EU: Man reguliert einen Markt, den man selbst gar nicht nutzt.
Bilanz ist verheerend: Die Europäische Union reguliert sich mit dem AI Act zielsicher ins Abseits und vertreibt die eigenen Spitzenunternehmen, noch bevor diese überhaupt den ersten Schritt machen können. Aber Hauptsache, die Verbote sind bis ins kleinste Detail durchgestylt – der Letzte macht dann bitte das Licht im Rechenzentrum aus.
Warum das wichtig ist: ASML hält mit einer Marktkapitalisierung von 515 Milliarden Euro das Fundament der globalen Chipindustrie in der Hand. Wenn selbst dieser Gigant sagt, dass die EU den Anschluss verpasst, ist Alarmstufe Rot.


