In drei Zeilen: Die Muslimbruderschaft treibt seit Jahrzehnten einen „Civilization Jihad“ voran. Ziel: westliche Gesellschaften von innen aushöhlen und schrittweise islamisieren – ohne großen Knall, aber mit System. Ein neues Buch von Heiko Heinisch, Nina Scholz und Gustav Gustenau macht das jetzt detailliert sichtbar.
Der Auslöser: Vor kurzem erschien bei Nomos das Buch „Politischer Islam – eine hybride Bedrohung Europas. Der ‚Civilization Jihad‘ der Muslimbruderschaft“. Die Autoren analysieren, wie die älteste islamistische Organisation der Welt hinter zivilgesellschaftlicher Fassade parallele Strukturen aufbaut. Nicht Bomben, sondern Moscheen, Vereine, Schulen und Einfluss in Institutionen stehen im Mittelpunkt. Das passt perfekt zu aktuellen Warnungen der Dokumentationsstelle Politischer Islam (DPI) in Österreich.
Wer sagt was:
- Heiko Heinisch erklärt im Cicero-Interview vom 10. Mai 2026: Die Bruderschaft versteht ihren Kampf als generationenübergreifenden „Civilization Jihadist Process“. „Wir erleben eine zunehmende Libanonisierung.“
- Die DPI warnt seit Jahren vor Netzwerken, die sich als harmlose Kulturvereine tarnen. In Österreich gibt es klare Hinweise auf Verbindungen zu Muslimbruderschaft-nahen Strukturen in Wien und anderswo.
Das Sittenbild: Während Politiker von Integration reden, bauen die Akteure Parallelgesellschaften. Jugendliche werden über TikTok und Moscheen gegen den „bösen Westen“ mobilisiert. Frauenrechte, Demokratie und säkulare Werte gelten als westliche Dekadenz. Die Strategie ist legalistisch – sie nutzt genau die Freiheiten, die sie später abschaffen will.
Das große Ganze:
- Muslimbruderschaft gründet 1928, Motto: „Allah ist unser Ziel, Jihad unser Weg.“
- Interne Memo aus den 1990ern spricht offen von „sabotaging its miserable house“ – Zerstörung des Westens von innen.
- In Europa: Einfluss auf Moscheeverbände, Studentengruppen und intensive Lobbyarbeit.
- Aktuell: Verbote oder Beobachtung in mehreren Ländern, Österreich hat mit dem Islamgesetz und DPI schon reagiert, aber das ist erst der Anfang.
Schizophrenie der Ziele:
- Fakt: Die Bruderschaft gibt sich demokratisch, fordert aber letztlich die Scharia-Herrschaft.
- Analyse: Sie nutzt Religionsfreiheit, um diese langfristig zu unterlaufen.
- Warum wichtig: Das ist der Kern des hybriden Kriegs – harmlos wirken, bis die Mehrheit gekippt ist.
Zwischen den Zeilen:
- Phasen des Jihad erstrecken sich über 20–40 Jahre pro Stufe.
- Finanzierung oft undurchsichtig, Verbindungen zu Katar und anderen Geldgebern.
- In Österreich: Frühere DPI-Studien zeigten Einfluss auf Vereine und Jugendarbeit.
- Aktuelle DPI-Analyse zu populistischen Methoden: Spaltung in „wir Muslime vs. die Anderen“.
Follow the money: Die Bruderschaft und ihre Ableger finanzieren sich über Spenden, Stiftungen und ausländische Unterstützer. In Europa entstehen teure Moscheeprojekte und Bildungseinrichtungen, die ideologisch ausgerichtet sind. Transparenz? Fehlanzeige. Während Steuerzahler Integrationskurse finanzieren, bauen die Netzwerke eigene Parallelstrukturen auf – oft mit denselben Geldern aus dem Sozialsystem.
Die andere Sicht: Kritiker werfen den Autoren und der DPI vor, Muslime pauschal zu verdächtigen. Manche Vereine beteuern, sie seien harmlos und nur religiös. Die Bruderschaft selbst distanziert sich offiziell von Gewalt. Doch die internen Dokumente und die jahrzehntelange Praxis sprechen eine andere Sprache.
Warum das wichtig ist: Der politische Islam ist keine Randerscheinung mehr, sondern eine strategische Bedrohung für den Zusammenhalt in Österreich und Europa. Wer weiter die Augen verschließt, liefert die nächste Generation an die Ideologen aus. Und am Ende wundern sich alle, warum plötzlich Scharia-Forderungen auf der Straße stehen – „Aber das konnte doch keiner ahnen.“ Typisch.

