Angela Merkel - Raimond Spekking - CC BY-SA 4.0 - Wikimedia Commons

EU-Orden für Merkel

Die Brüsseler Elite feiert sich heute wieder selbst

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In drei Zeilen: Das EU-Parlament verteilt heute in Straßburg das neu geschaffene Lametta namens „European Order of Merit“ an Angela Merkel, Wolodymyr Selenskyj und Lech Wałęsa. Während die Eurokraten von „Krisenmanagement“ und „Stabilität“ schwadronieren, blickt der Kontinent auf das Trümmerfeld ihrer Amtszeit. Ex-Generäle toben über das „falsche Signal“, während die Geehrte zeitgleich im WDR-Interview kluge Ratschläge zur Russland-Diplomatie erteilt, für die sie selbst keine Macht mehr hat.

Der Auslöser: Heute wird in Straßburg ganz großes Theater gespielt. Dass ausgerechnet Angela Merkel als „Distinguished Member“ glänzen darf, schlägt dem Fass den Boden aus. Während die Bürger die Zeche für die verfehlte Politik zahlen, verteilt die Elite glänzende Urkunden an sich selbst.

Wer sagt was:

  • Angela Merkel nutzt die Bühne im WDR-Interview für späte Einsichten: „Was ich bedauere, ist, dass Europa meines Erachtens sein diplomatisches Potenzial nicht ausreichend nutzt.“
  • Gleichzeitig winkt sie für eigene Taten ab: „Ich bin nicht die richtige Person dafür, weil ich keine Macht mehr habe.“
  • Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) bremst den Vorstoß aus Brüssel und stellt trocken klar, dass eine einheitliche EU-Vertretung für Verhandlungen „derzeit nicht geplant“ sei.

Das Sittenbild: Es ist die altbekannte Brüsseler Selbstbespiegelung. Man versagt auf ganzer Linie bei der Migrationskrise und der Energiesicherheit, wird aber Jahre später mit goldenen Orden für das „Krisenmanagement“ belohnt. Kritiker aus Polen und den baltischen Staaten, die jahrelang vor der naiven Russland-Hörigkeit der Kanzlerin gewarnt haben, werden einfach weggelächelt. Hauptsache, die Fotokulisse in Straßburg stimmt und das diplomatische Protokoll läuft wie geschmiert.

Schizophrenie der Ziele:

  • Fakt: Merkel wird für „europäische Werte, Stabilität und Demokratie“ sowie ihre Rolle als „Krisenmanagerin“ mit der höchsten Stufe des EU-Ordens ausgezeichnet.
  • Analyse: Die Realität ihrer Amtszeit liefert das genaue Gegenteil von Stabilität: Die seit 2015 ungebrochene Massenzuwanderung ist das tatsächliche Denkmal ihrer Epoche.
  • Warum wichtig: Wenn das Scheitern der Vergangenheit von der EU als historischer Erfolg umgedeutet wird, verliert die Institution jede restliche Glaubwürdigkeit bei den Bürgern.

Zwischen den Zeilen: Wer genau hinhört, bemerkt das laute Pfeifen im finsteren Wald der EU-Bürokratie. Das Timing der Ordensverleihung und Merkels WDR-Auftritt offenbaren tiefe Risse im europäischen Gefüge.

  • Die Angst vor Trump: Merkel mahnt, dass es nicht reicht, wenn „nur Trump Kontakt zu Russland hält“ – Brüssel hat panische Angst, geopolitisch komplett abgemeldet zu werden.
  • Die osteuropäische Blockade: Schon im Oktober 2021 scheiterte Merkel mit einem EU-Russland-Format am Widerstand Osteuropas. Die Einheit der EU existiert nur auf dem Papier des Ordenszertifikats.
  • Das Merz-Dilemma: Der amtierende Kanzler muss die Scherben der merkelschen Außenpolitik zusammenkehren und blockiert eilig Brüsseler Alleingänge für Sondergesandte.

Follow the money: Orden kosten kein großes Geld, aber die politische Rechnung für das gefeierte „Krisenmanagement“ ist astronomisch hoch. Die europäische Bevölkerung zahlt bis heute mit Rekord-Energiepreisen und den explodierenden Kosten für die Migrationsfolgen. Während in Straßburg Champagnergläser klingen, wird die Zeche für die verfehlte Pipeline-Politik und den mangelnden Grenzschutz Tag für Tag vom Steuerzahler beglichen.

Die andere Sicht: Natürlich sieht das Brüsseler Establishment die Sache ganz anders. Für die EU-Bürokraten war Merkel der Fels in der Brandung des Brexits, der Eurokrise und der permanenten Gipfel-Marathons. Aus Sicht des EU-Parlaments hat sie den Laden über ein Jahrzehnt zusammengehalten, weshalb die Auszeichnung als wohlverdienter Ruhestands-Zuckerbäcker-Orden verbucht wird.

Warum das wichtig ist: Diese Ordensverleihung ist kein harmloser Altpolitiker-Treff, sondern ein handfester politischer Gradmesser. Sie zeigt, dass die EU-Spitze absolut unfähig zur Selbstreflexion ist. Wer die Architekten der heutigen Krisen mit Auszeichnungen überhäuft, signalisiert den Bürgern unmissverständlich: Wir haben nichts gelernt und wir bereuen absolut gar nichts.

Frank sagt: Die Verleihung des „European Order of Merit“ an Angela Merkel ist ein Paradebeispiel für die Brüsseler Filterblase.

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