State of play: Das Medienhaus Wien verleiht den Walther Rode-Preis 2026 an ORF-Meteorologe Marcus Wadsak. Die Auszeichnung ist mit 5.000 Euro dotiert und wird am 19. Oktober 2026 übergeben. Gewürdigt wird seine beharrliche Aufklärungsarbeit zum Klimawandel im öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Trotz massivem Gegenwind auf Social Media bleibt er seiner Haltung treu.
Wer sagt was:
- Andy Kaltenbrunner (Geschäftsführer Medienhaus Wien): „Die unbeirrbare Umsetzung seiner wissenschaftlichen Expertise in eine verständliche Sprache zeichnet ihn aus“. Seine Arbeit liefere eine „solide, überprüfbare und konstruktive Grundlage für den öffentlichen Diskurs“.
Zwischen den Zeilen: Wadsak polarisiert wie kaum ein anderer ORF-Mitarbeiter:
- Für die einen ist er die Stimme der Vernunft, für eine gewaltige, lautstarke Community im Netz das absolute Feindbild.
- Sein digitaler Alltag besteht aus rauem Gegenwind und Dauerbeschuss auf Social Media. Jede Hitzewelle, jeder Starkregen wird in den Kommentarspalten zum ideologischen Grabenkampf.
- Doch die Jury ignoriert den Volkszorn im Netz komplett. Sie adelt den Mann, der in seinen Büchern wie „Fake und Fiction“ gegen die eigene Social-Media-Community anschreibt, für seine unbeeinflusste Haltung.
System füttert sich: Der Preis steht offiziell für eine „vom tagespolitischen Opportunismus unbeeinflusste Haltung im Journalismus“. Benannt ist er nach dem Publizisten Walther Rode, dessen Schriften im Faschismus verboten wurden. In den Vorjahren wurden unter anderem „Die Tagespresse“ und der Investigativjournalisten Franz Miklautz bedacht.
Warum das wichtig ist: Die Auszeichnung zeigt, wie sehr sich die etablierte Medienszene gegenseitig für das Predigen der wissenschaftlichen Konsenslinie feiert, während die Basis im Netz tobt. Aus normalem Wetterbericht wird dotierter Haltungsjournalismus.
Wer der Social-Media-Community lang genug den moralischen Zeigefinger zeigt, erhält am Ende einen Scheck überreicht.
Frank sagt:

