Worum es geht: Ein Paar aus Korsika wurde in Paris verurteilt, weil es EU-Agrarsubventionen für einen völlig fiktiven Rinderzuchtbetrieb kassiert hat. Die Ermittlungen der EU-Staatsanwaltschaft (EPPO) ergaben, dass insgesamt 263.000 Euro zu Unrecht von der französischen Zahlstelle ASP bezogen wurden. Dieser Fall entlarvt erneut die massiven Lücken im Brüsseler Subventionsapparat, der kriminelle Energie geradezu einlädt.

- Haftstrafen: Ein Angeklagter erhielt zwölf Monate, der andere sechs Monate Haft – beide Strafen wurden zur Bewährung ausgesetzt.
- Berufsverbot: Das Gericht untersagte beiden Tätern für drei Jahre jede landwirtschaftliche Tätigkeit.
- Amtsverbot: Die Verurteilten dürfen für die Dauer von zwei Jahren nicht für politische Ämter kandidieren.
- Firmenstrafe: Das involvierte Unternehmen muss 10.000 Euro Strafe zahlen, wobei die Hälfte zur Bewährung ausgesetzt wurde.
Kein Zufall: Einer der Beschuldigten wurde zudem wegen Urkundenfälschung verurteilt, nachdem er dem korsischen Amt für ländliche Entwicklung (ODARC) fingierte Rechnungen untergejubelt hatte. Das Pariser Strafgericht ordnete neben den Haftstrafen die vollständige Rückzahlung des Schadens an die ASP an. Das Urteil vom 9. September 2026 ist noch nicht rechtskräftig, da den Parteien eine zehntägige Berufungsfrist zusteht.
In Brüssel zahlt man offenbar sogar für Rinder, die man erst noch erfinden muss.
Frank sagt:

