Worum es geht: US-Präsident Donald Trump hat am 13. September 2026 in Doonbeg in Irland Wolodymyr Selenskyj aufgefordert, Angriffe auf russische Dieselraffinerien einzustellen. Der US-Dieselpreis hatte am Freitag die Rekordmarke von 6 Dollar pro Gallone durchbrochen. Trump macht dafür die ukrainischen Schläge verantwortlich, nicht den Iran-Krieg.
Donald Trump –
— Zabbenduster2.0 ⭐️⭐️⭐️ #DIGSOL #WWG1WGA #GodWins (@Zabbenduster2) September 13, 2026
„Selensky sollte aufhören, russischen Diesel zu zerstören, das führt zu einem Diesel-Mangel, und der Grund ist nicht der Nahe Osten, sondern der Krieg zwischen Russland und der Ukraine“ pic.twitter.com/4Kfzaxikb5
Wer sagt was: Trump sagte, seine Administration habe Selenskyj bereits darauf angesprochen. Es gebe genug andere Ziele. „Das kommt nicht aus dem Nahen Osten. Das kommt von dem, was zwischen Russland und der Ukraine passiert.“ Energiminister Chris Wright sagte bei CBS, die Diesel-Lage sei schwierig, weil russische Raffinerien schwer beschädigt seien. Finanzminister Scott Bessent sprach bei Fox & Friends von einem Energieschock, weil die Ukraine russische Energieanlagen und Raffinerieprodukte sprenge.
Er muss aufhören, den Diesel in Russland auszuschalten. Er soll Ziele angreifen, aber keinen Diesel, weil er eine Dieselknappheit verursacht.
Donald Trump, US-Präsident
Die andere Sicht: Ein anonymer europäischer Beamter, der mit den US-Vermittlungsgesprächen zwischen Moskau und Kiew vertraut sein will, warf Washington vor, vor den Midterms am 3. November einen Sündenbock zu suchen. Die Regierung gebe der Ukraine die Schuld, weil sie mit ihrem Iran-Krieg nicht weiterkomme. Russische Diesel- und Ölexporte seien für den US-Verbrauch nie bedeutsam gewesen. Ein Waffenstillstand bei Energie müsse gegenseitig sein.
The Kremlin welcomed US President Donald Trump's call to his Ukrainian counterpart Vladimir Zelensky to stop making Russia's diesel refineries a target for their attacks, as per reports on Monday.
— NDTV Profit News (@NDTVProfit) September 14, 2026
Press Secretary of the President of the Russian Federation Dmitry Peskov who said… pic.twitter.com/Xej61cqvpX
Widerspruch: Russlands Außenminister Sergej Lawrow sagte am Samstag gegenüber Westi, Moskau bleibe verhandlungsbereit, die „Sondereinsatzoperation“ werde während der Gespräche aber nicht pausiert. Die Ukraine behandelt Raffinerien als legitime Ziele, weil sie den vierjährigen Großangriff finanzieren.
Warum das wichtig ist: Diesel treibt Lkw, Schiffe, Züge und Erntemaschinen. Wer Raffinerien zerlegt, knappt das globale Angebot. FoB News hat den Preisschock schon Anfang September mit dem Nahost-Krieg und ukrainischen Drohnen gegen russische Raffinerien erklärt. Trump zieht daraus die Konsequenz: andere Ziele ja, Diesel nein.
Unterm Strich: Trump spricht vom Weltmarkt, nicht von Kiewer Heldengeschichten. Der anonyme Europäer dreht den Spieß um und will Moskau zuerst stoppen. Lawrow sagt, der Krieg läuft trotzdem weiter.
Jetzt zählt nur mehr der Preis an der Zapfsäule.
Frank sagt: