„Friedensmission“: Orban trifft Trump

Knapp eine Woche nach seinem Treffen mit Wladimir Putin und direkt nach dem NATO-Gipfel in Washington besuchte Ungarns Regierungschef Viktor Orban den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump in Florida.

Viktor Orban - FoB
Redaktion

Die beiden Rechtspopulisten pflegen ein sehr freundschaftliches Verhältnis. Bereits im März hatten sie sich in Florida getroffen. Damals nannte Orbán Trump den „Präsidenten des Friedens“, während Trump Orbán als „besten Führer“ lobte. Trumps Ambitionen für die kommende US-Wahl sind klar: Er will für die Republikaner ins Weiße Haus zurückkehren und Joe Biden als Präsidenten ablösen. Der Wahlkampf befindet sich momentan in der heißen Phase.

Orbns Staatentour

Orbán sorgte bereits in den Tagen vor dem NATO-Gipfel für Aufsehen. Im Rahmen seiner als „Friedensmission“ bezeichneten Tour besuchte er neben Russland auch China und die Ukraine. Beim NATO-Gipfel in Washington führte dies zu einem Eklat. Ungarn warf den NATO-Partnern Doppelmoral und Versagen im Umgang mit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine vor. Orbán verließ den Gipfel vorzeitig, um Trump zu treffen, und ließ sich von Außenminister Peter Szijjarto vertreten.

Kritik und Ausblick

Orbans „Friedensmission“ und sein Treffen mit Trump stoßen auf breite Kritik. Besonders das Timing und die enge Beziehung zu Trump werden von vielen als problematisch angesehen. Orbáns Verhalten beim NATO-Gipfel und die Vorwürfe gegen die Partnerländer haben ebenfalls für Spannungen gesorgt. Die Frage bleibt, ob diese „Friedensmission“ wirklich zu einem positiven Ergebnis führen kann oder nur weiteren Unmut schürt.

Quelle

vienna.at

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