In drei Sätzen: Die neue Umfrage von „Unique Research“ für die Tageszeitung „Heute“ (821 Befragte ab 16 Jahren, Befragungszeitraum 19. bis 26. März) liefert der Koalitionspartei NEOS die nächste große Niederlage: Bei der Frage nach den „besten Konzepten“ für verschiedene politische Themenbereiche kommt die Fraktion der umstrittenen Außenministerin Beate Meinl-Reisinger in fast allen Themenbereichen nur auf den letzten Platz – lediglich im Schulbereich trauen die Österreicher den NEOS zu, das beste politische Konzept zu haben. Auch die Grünen schneiden in der Umfrage miserabel ab.
Der Auslöser: Die Demoskopen von Unique Research wollten von den befragten Österreichern wissen, wer für die wichtigsten politischen Themen die besten Ideen hat. Die FPÖ schneidet bei Zuwanderung und Integration mit Abstand am besten ab, die ÖVP punktet bei den Themen Wirtschaftsstandort, Landesverteidigung, Energieversorgung oder Schaffung von Jobs. Die SPÖ liegt gut bei der Teuerungsbekämpfung sowie bei den Themen leistbares Wohnen und Gesundheit.
Was aber auffällt: Die Mitregierungspartei NEOS fällt mit ihrem Pro-NATO-Kurs auch beim Thema Landesverteidigung komplett durch, die Werte bei der Zuwanderungspolitik sowie bei dem wichtigen Punkt Kampf gegen die Teuerung sind ebenso katastrophal schlecht.
Wer sagt was:
– Peter Hajek (Meinungsforscher, Unique Research): „Auffallend ist, dass der stimmstarken FPÖ kaum Kompetenzen außerhalb von Migration und Integration zugetraut werden. Beim Thema Teuerung ist man mit der SPÖ noch auf Augenhöhe, bei allen anderen Themen wird jeweils einer anderen Partei mehr Kompetenz zugestanden.“
– Beate Meinl-Reisinger (Außenministerin, NEOS): „Wir haben Verantwortung übernommen, nicht weil es leicht ist, sondern weil es schwierig ist. Weil man Verantwortung übernehmen muss, gerade weil es schwierig ist, weil man daran glaubt, dass es besser geht.“
Das Sittenbild: Die FPÖ punktet bei einigen der wichtigsten Themen der Österreicher – die NEOS fallen durch, ebenso die Grünen. Trotzdem lassen ÖVP und SPÖ ihre Regierungspolitik durch die pinke Kleinpartei mitbestimmen, deren Chefin Millionen an Steuergeld in der Ukraine oder in Syrien verteilt, während eine Energie-Krise auf Österreich zurollt.
Warum das wichtig ist: Auch die neue Umfrage zeigt, dass die Österreicher bei wichtigen Themenbereichen der FPÖ mehr vertrauen als den anderen Fraktionen. Die Krise der Dreierkoalition belegt auch das Ergebnis der Kanzlerfrage: Herbert Kickl wäre auch bei Unique Research mit 35 Prozent klar vorne, gefolgt von Bundeskanzler und ÖVP-Chef Christian Stocker mit 26 Prozent und Vizekanzler und SPÖ-Chef Andreas Babler mit nur 15 Prozent.
Link:
Die Umfrage in Heute
NEOS: Neues Umfrage-Desaster
Katastrophal schlechte Werte bei Frage nach den "besten Konzepten".
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