Selenskyjs rechte Hand fällt

Ex-Präsidialamtschef Jermak unter Geldwäsche-Verdacht bei Luxusvillen-Skandal.

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Wolodymyr Selenskyj - White House - Runway FoB AI

In drei Zeilen: Andrij Jermak (55), Selenskyjs Freund und jahrelang mächtigster Hintermann, steht jetzt offiziell unter Geldwäscheverdacht. Die Ermittler von NABU und SAP haben ihn als Teil einer Gruppe identifiziert, die fast neun Millionen Euro aus dem Energoatom-Skandal gewaschen haben soll. Der Sturz des „Schattenpräsidenten“ trifft die Ukraine mitten im Krieg – und stellt erneut die Frage, wohin westliche Milliarden wirklich fließen.

Der Auslöser: Am 11. Mai 2026 hat das Nationale Antikorruptionsbüro (NABU) dem Ex-Leiter des Präsidialamtes offiziell die Verdachtsmitteilung zugestellt. Die Vorwürfe: Beteiligung an einer organisierten Gruppe, die 460 Millionen Hrywnja (10,5 Millionen Euro) aus einem 100-Millionen-Dollar-Korruptionssumpf beim staatlichen Atomkonzern Energoatom gewaschen hat. Über Scheinfirmen, Bargeld und gefälschte Papiere sollen vier Luxusvillen à 1.000 Quadratmeter plus Wellness-Oase in der Elite-Siedlung Kozyn südlich von Kiew finanziert worden sein. Eine davon soll für Jermak selbst gedacht gewesen sein.

Wer sagt was:

  • Die Anwälte des Ex-Präsidialamtchefs meinen: „Andrij Jermak bestreitet alles energisch. Er besitze nur eine Wohnung und ein Auto,“
    Selenskyj selbst hat sich zu den neuen Vorwürfen bislang nicht geäußert.
    Oppositionspolitiker fordern „lückenlose Aufklärung bis in die letzte Ecke des Präsidialamtes“.
  • NABU-Chef Semen Kryvonos spricht von einer „hochprofessionellen Geldwäsche-Operation mit hochrangiger politischer Beteiligung“.

Das Sittenbild: Ein ehemaliger Filmproduzent und Jurist steigt vom Freund Selenskyjs zum faktischen Vize-Präsidenten auf. Er koordiniert Friedensgespräche, kontrolliert Minister und wird „Green Cardinal“ oder „Schattenpräsident“ genannt. Dann fliegen plötzlich die Hausdurchsuchungen im November 2025 auf, wenige Stunden später folgte der Rücktritt. Sein angekündigter Frontdienst? Angeblich geplant, aber nie passiert. Ein klassischer Fall von Macht, die korrumpiert.

Zwischen den Zeilen:

  • Jermak trat zurück, blieb aber bislang auf freiem Fuß. Keine Haft, keine Beschlagnahmung.
  • Die Villen in Kozyn sind kein Zufall. NABU-Aufzeichnungen nennen Jermak alias „Khirurg“ und sprechen von Häusern für „Volodya und Andrey“.
  • Im Mega-Korruptionsskandal („Operation Midas“) sind bereits Minister und Geschäftspartner Selenskyjs involviert.

Warum das wichtig ist: Dieser Fall zeigt das alte ukrainische Problem in Reinform: Die Korruption frisst den Staat auch im Existenzkampf. Während Soldaten an der Front sterben, bauen die Bonzen Villen. Das ist kein Kavaliersdelikt – das ist Verrat am eigenen Volk. Und solange solche Typen jahrelang ungestört agieren konnten, bleibt jede westliche Finanzspritze ein riskantes Unterfangen.

Need to know: Eben erst hat die EU-Spitze den 90-Millionen-Euro-Kredit für die Ukraine freigegeben. Auch Kanzler Christian Stocker (ÖVP) stimmte zu, dass Österreich dafür eine Haftung in der Höhe von 2,5 Milliarden Euro und die Zinszahlungen (mindestens 80 Millionen Euro im Jahr) übernimmt.

Links:
kyivindependent.com
ukrinform.net
consilium.europa.eu

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