In drei Zeilen: Donald Trump fliegt nach Peking, um Xi Jinping Manieren beizubringen. Der US-Präsident will, dass China seinen Einfluss auf den Iran nutzt, um die blockierte Straße von Hormus freizubekommen. Während Peking sich in Ausreden flüchtet, verschärft Washington die Gangart mit knallharten Sanktionen gegen chinesische Firmen, die Irans Militär unterstützen.
Der Auslöser: Wochenlang hat Trump versucht, die chinesische Führung zum Einlenken zu bewegen. Jetzt reicht es ihm: Er reist persönlich an, um den Deal zu erzwingen oder die Zölle wieder auf Rekordniveau zu schrauben.
Wer sagt was:
- „Wir wollen nicht, dass dies die breitere Beziehung oder die Abkommen gefährdet“, erklärt US-Handelsbeauftragter Jamieson Greer (Administration) die vorsichtige Hoffnung auf Fortschritt.
- Außenminister Marco Rubio (Republikaner) lässt weniger Spielraum und fordert China direkt auf, seine Hebel gegen den Iran einzusetzen.
- Auf der Gegenseite nennt Wang Yi (Außenminister China) die US-Sanktionen „illegalen unilateralen Druck“ und schützt lieber das iranische Atomprogramm.
Das Sittenbild: Peking spielt ein doppeltes Spiel: Man gibt sich nach außen als Friedensstifter, füttert aber im Hintergrund die iranische Kriegsmaschinerie mit Satellitentechnik. Während 20 % des weltweiten Rohöls feststecken, hofft Xi, den Status als Supermacht ohne echte Gegenleistung zu zementieren.
Schizophrenie der Ziele
- Fakt: China importiert die Hälfte seines Rohöls und ein Drittel seines Flüssigerdgases aus dem Nahen Osten.
- Widerspruch: Xi jammert über das „Gesetz des Dschungels“, schaut aber tatenlos zu, wie sein Verbündeter Iran die eigenen Versorgungswege abschneidet.
- Warum wichtig: China sägt an dem Ast, auf dem es sitzt, nur um den USA den diplomatischen Erfolg zu verwehren.
Das große Ganze: Die USA sanktionieren bereits drei chinesische Firmen wegen Beihilfe zu iranischen Raketenschlägen:
- Trump drohte bereits mit 50 % Strafzöllen auf alle Importe.
- Die Straße von Hormus ist für Chinas exportgetriebene Wirtschaft überlebenswichtig.
- Washington verlangt Kooperation beim Fentanyl-Stopp und bei Taiwan.
Zwischen den Zeilen:
- Peking hat ein Blockadegesetz 2021 beschlossen, um chinesische Firmen vor US-Sanktionen zu schützen – ein offener Affront gegen internationales Finanzrecht.
- Ein abgefangenes chinesisches Schiff mit einem „Geschenk“ für den Iran zeigt, dass Xis schriftliche Zusagen an Trump oft das Papier nicht wert sind.
- China nutzt Pakistan als diplomatischen Laufburschen, um nicht selbst die Finger schmutzig zu machen.
Follow the money: Etwa 20 % des weltweiten Öls flossen durch die Straße von Hormus, bevor der Krieg begann. Die US-Finanzbehörden haben bereits chinesische Raffinerien und Reeder vom US-Finanzsystem abgeschnitten, weil sie heimlich iranisches Öl waschen.
Die andere Sicht: China behauptet, es wolle den Krieg beenden und arbeite hinter den Kulissen an Frieden. Man sieht sich als Opfer einer US-Strategie und pocht auf die Souveränität des Handels mit dem Iran, egal wie destruktiv dieser ist.
Warum das wichtig ist: Trump hat klargestellt, dass die USA weit weniger abhängig vom Öl aus dem Nahen Osten sind als China. Wenn Xi nicht spurt, zerstört er seine eigene Wirtschaft durch Untätigkeit – ein Risiko, das er sich angesichts der fragilen heimischen Lage kaum leisten kann.
Kritische Zusammenfassung: Trump geht mit der Peitsche nach Peking, während Xi versucht, den beleidigten Riesen zu mimen. Die Fakten liegen auf dem Tisch: Ohne US-Sicherheit und freie Seewege kollabiert Chinas Exportmodell. Es ist fast rührend zu sehen, wie Peking versucht, Weltmacht zu spielen, während es nicht einmal seinen aggressivsten Tankstellen-Partner im Griff hat.
Quellen: apnews.com

