Auf einen Blick: #aufstehn fordert eine Verbotsprüfung der Identitären Bewegung und verkauft 13.000 Unterschriften als reinen Bürgerprotest. Im Schatten der Kampagne steht Campact e.V. aus Berlin. Der Transparenzbericht 2025 entlarvt die Finanzierung: Der deutsche Großverein überwies exakt 221.994,20 Euro nach Wien, direkt für Struktur und Kampagnen.
| Empfänger | Zweck | Betrag 2025 |
| #aufstehn (Österreich) | Strukturelle Stärkung | 160.476,00 € |
| #aufstehn (Österreich) | Unterstützung Kampagnen-Infrastruktur | 61.518,20 € |
| Summe 2025 | Campact-Finanzierung nach Wien | 221.994,20 € |
Hebel gegen die Identitären
- 31. August 2026, 15:28 Uhr: Über die Aussendung OTS0081 fordert #aufstehn-Sprecherin Maria Mayrhofer eine Verbotsprüfung der Identitären Bewegung. Adressaten sind Innenminister Gerhard Karner und der Nationalrat.
- 172.000 Euro: So viel floss bereits 2024 von Campact an #aufstehn. Im Impressum behauptet #aufstehn: parteipolitisch neutral, kein Geld von Parteien, Konzernen oder Regierungen. Campact zahlt jedoch die Maschine dahinter.
- Der Anlass: Der Standard berichtete Ende August 2026 über FJ, Aktion 451, Identitäre, Chats und Gewaltvorwürfe in Leoben. Weinzierl bestreitet die Vorwürfe, Bauer prüft die Jugendförderung, Hammer fordert eine Verbotsprüfung. Mayrhofer klinkt sich exakt hier ein.
- Das Rechts-Argument: Mayrhofer beruft sich auf den Staatsvertrag gegen Organisationen „faschistischen Charakters“ und zitiert Heinz Mayer, wonach Österreich diesen Auftrag unzureichend erfülle.
Die deutsche Kriegskasse
Das große Ganze: Campact ist kein kleiner Spendenverein, sondern ein durchgestylter Apparat mit gewaltiger Finanzkraft:
- 26,25 Millionen Euro: Einnahmen von Campact e.V. im Jahr 2025 bei 26,05 Millionen Euro Ausgaben.
- 7,95 Millionen Euro: Rücklagen zum 31. Dezember 2025. Darin enthalten: NoAfD-Fonds (451.000 €), Medien-Demokratie-Fonds (348.000 €), „1 Mio. gegen die AfD“ (312.000 €) und die Müllermilch-Kampagne (270.000 €).
- 9,206 Millionen Euro: Ausgaben allein im Bereich „Für Demokratie – gegen Rechtsextremismus“. 490.000 Euro gingen an die Denkfabrik TTRex.
- 138 Festangestellte: (111 Vollzeitäquivalente) arbeiten für den Verein. 145.644 Dauerspender zahlen im Schnitt 10,39 Euro pro Monat.
- Seit Oktober 2019: Ist dem Verein die Gemeinnützigkeit aberkannt. Er kassiert 0 Euro vom Staat und erhielt 2025 keine Spenden juristischer Personen über 5.000 Euro.
- 3,35 Millionen Euro: Einnahmen der eigenen Stiftung 2025. Der Vereinsvorstand besetzt zwei Sitze im Stiftungsrat. Internes Recycling vom Verein zur Stiftung 2025: 270.000 + 230.000 + 600.000 Euro.
Go deeper:
Das Netz hinter dem Verbotsdruck
Campact hält 33,32 Prozent an HateAid und 26 Prozent am Zentrum für Digitalrechte und Demokratie gGmbH.
Zusätzliche Zahlungen der Campact-Stiftung 2025:
- 400.000 Euro: An die Gesellschaft für Freiheitsrechte.
- 300.000 Euro: An HateAid.
- 210.000 Euro: An Skiftet für ein Gutachten zur AfD-Verfassungswidrigkeit.
- 210.000 Euro: An Skiftet für den Aufbau von LobbyControl in Schweden.
- 150.000 Euro: An Correctiv.
Flüsse aus dem Verein an internationale Schwesternorganisationen (NODE-Netzwerk) 2025:
- 100.000 Euro: An Zazim.
- 87.454 Euro: An Declic.
- 61.517,60 Euro: An Skiftet.
- 57.400 Euro: An aHang.
- 20.000 Euro: Direkte Parteienzeile im Bericht an die SPD Mecklenburg-Vorpommern für Landratswahlen.
Transparenzlücke in Wien
Zwischen den Zeilen: Während Campact in Deutschland einen 115-seitigen Finanzbericht vorlegen muss, bleibt #aufstehn (ZVR 019044391, Bernardgasse 2, 1070 Wien) im Dunkeln.
- 0 öffentliche Bilanzen: #aufstehn veröffentlicht weder Jahresabschluss noch GuV auf der Website.
- 840.000 Euro: Dieses Budget für 2023 stammte aus einer parlamentarischen Anfrage der FPÖ (XXVII/J 19465), nicht aus Transparenzberichten des Vereins.
- 15 Mitarbeiter: So viele beschäftigte der Verein Ende 2024 bei einer angegebenen Community von über 450.000 Personen. Seit 1. Jänner 2024 sind Spenden in Österreich absetzbar.
Zwei Länder, ein Apparat
Das große Ganze: In Deutschland drückt das Netzwerk Werbesperren gegen Alternativmedien durch. Über 15.000 Melder erzeugten knapp 40.000 Meldungen; Konzerne wie Aldi Süd, Edeka, dm, ImmoScout24, P&G, XXXLutz und AXA zogen Anzeigen bei NIUS, Apollo News oder Reichelt ab. In Österreich wird über die OTS der Druck auf Vereinsrecht und Staatsschutz aufgebaut.
Der Spin: Campact behauptet, kein Geld vom Staat zu bekommen. Das stimmt für den Berliner Verein. Es verschweigt aber, wie massiv die Wiener Filiale alimentiert wird. #aufstehn verkauft den Druck gegen die Identitären als spontanen Bürgerprotest – bezahlt wird die Infrastruktur von einem deutschen Millionenapparat.
Das ist keine kleine Sammelbüchse. Das ist ein Berliner Kampagnenbüro mit Wiener Vorzeigefiliale.
Frank sagt:

