Chefredakteur | Chaos is Order. Do not fear the darkness.
Auf einen Blick: Die geplante Lkw-Maut auf drei burgenländischen Landesstraßen sorgt für massiven Unmut im Wirtschaftsraum Wien, Niederösterreich und Burgenland. Die Transportwirtschaft schlägt Alarm, weil die Zusatzkosten nahtlos an die Konsumenten weitergereicht werden. Wer Transporte verteuert, treibt die Preise für Lebensmittel, Baustoffe und Pakete direkt nach oben.
Der digitale Maut-Kassabon
Worum es geht: Ab dem 1. Jänner 2027 plant das Burgenland eine digitale Benützungsgebühr für Lkw über 3,5 Tonnen auf vorerst drei Streckenabschnitten. Die Zeche zahlt die Region:
Jahresvignette: Je nach Fahrzeugklasse werden zwischen 650 und 1.000 Euro fällig.
Flottenrechnung: Ein regionaler Betrieb mit zehn Lkw brennt zum Jahresstart sofort bis zu 10.000 Euro extra ab.
Kein Transittreffer: Satte 82 Prozent aller Waren in Österreich werden auf Distanzen unter 80 Kilometern transportiert – die Maut trifft den Nahverkehr, nicht den internationalen Transit.
Die Ausreden der Politik zerpflückt: Hohe Energiepreise, steigende Personalkosten, CO2-Investitionen und frühere Mauterhöhungen setzen die Frächter ohnehin unter Druck. Die Mautkosten wandern ungebremst durch die Lieferkette.
Wer sagt was:
Wer den Transport verteuert, verteuert das gesamte Leben und heizt die Inflation weiter an.
Wolfgang Böhm, Obmann der Wiener Transporteure
Warum das wichtig ist: Eine vermeintlich lokale Landesstraßenabgabe entpuppt sich als verdeckte Massensteuer für die gesamte Ostregion. Während die Politik offiziell den Standort stärken will, kassiert sie beim täglichen Verteilerverkehr ab und verteuert das Leben aller Bürger.
Wenn dem Burgenland das Geld ausgeht, klebt Doskozil dem Lkw eine Vignette auf die Scheibe und schickt dir die Rechnung.